76 – Zugängliche Achtsamkeit – Interview mit Jana Willms

Grüner Banner mit dem Logo von inklusive Achtsamkeit. Ein i und zwei Blätter, die wie ein kleines A aussehen. Daneben steht inklusive Achtsamkeit. Darunter ein Bild von Jana Willms Auf grünem Text steht Mit Zugängliche Achtsamkeit

Für Folge 76 habe ich mit Jana Willms über Achtsamkeit, Mitgefühl und inklusive Praxis gesprochen. 

Barrierefreie Praxis im queer-feministischen Kontext 

Jana ist Achtsamkeitstrainerin für MBSR und MBCL, Psychologin und Physiotherapeutin und unterrichtet seit vielen Jahren Kurse im queer-feministischen und inklusiven Kontext. Wir sprechen darüber, wie sie zur Achtsamkeit gefunden hat, was MBSR und MBCL ausmacht und wie sie ihre Kurse an die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen anpasst—zum Beispiel durch barrierefreies Material, inklusive Sprache und flexible Praxisformen. Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei, dass Angebote möglichst vielen Menschen zugänglich werden.

Außerdem geht es um die Entwicklung der Achtsamkeitswelt, Selbstfürsorge im Aktivismus und Janas persönliche Kraftquellen im Alltag. Ein weiteres Thema ist digitale Barrierefreiheit, zum Beispiel die barrierefreie Webseite, sowie die Bedeutung von Freundlichkeit und Mitgefühl in der eigenen Praxis und im Umgang miteinander.

Über diese Themen haben wir gesprochen

  • Über Jana Willms  
  • Ihr eigener Weg zur Achtsamkeit
  • Ihre Angebote in queer-feministischen Räumen
  • Balance zwischen Fürsorge für andere und sich selbst
  • Entwicklung der Achtsamkeits-Welt in den letzten Jahrzehnten
  • Zugänglichkeit und Barrierefreiheit in Kursen  
  • Quellen und Ursprünge der Achtsamkeit  
  • Ressourcen und Angebote auf Janas Webseite
  • Janas eigene Selbstfürsorge-Praxis  

Hier kannst du dir die Folge direkt anhören:

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Transkript dieses Beitrags:

Einleitung in die Folge

Mechthild [00:00:06]:

Musik

Inklusive Achtsamkeit, der Podcast zu den Themen Achtsamkeit und Inklusion, mit mir Mechthild Kreuser.

Musik

Hallo, herzlich willkommen zu Folge 76 von Inklusive Achtsamkeit, der Podcast. Ich freue mich, dass du in diese Folge eingeschaltet hast, einschaltest. Ich habe diesmal mit Jana Wilms gesprochen. Sie ist Achtsamkeitstrainerin für MBSR und MBCL. Darüber sprechen wir auch in dieser Folge, was das beides ist und wie sie auch dahingekommen ist, für sich selber zu praktizieren und auch das dann weiterzugeben an andere Personen. 

Und ich freue mich total, dass sie in der Folge da ist, weil sie, einfach auch eine Art hat, das für mehr Menschen zugänglich zu machen und das ihr auch ein wichtiges Anliegen ist. Und ich das immer wichtig finde zu zeigen, dass es viele Leute gibt, die eben Angebote schaffen, die für alle Menschen zugänglich sind oder mehr Menschen zugänglich sind.

Worüber wir nach der Aufnahme noch gesprochen haben
 

Mechthild [00:01:11]:
Am Ende der Folge, nachdem wir die Folge aufgenommen hatten, haben wir auch noch darüber gesprochen, dass sie zum Beispiel für eine Teilnehmerin die Handbücher barrierefrei gestellt hat, die blind war. Eine Teilnehmerin, und sie das Material barrierefrei gestaltet hat und so. Und das sind einfach Sachen, wo ich merke, okay, mehr und mehr Menschen, die das auch unterrichten und weitergeben, achten auch auf diese Sachen. Deswegen freue ich mich, dass Jana das heute mit uns allen geteilt hat. Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim hören der Folge. 

Vorstellung Jana Willms

Hallo liebe Jana, schön, dass du im Podcast zu Gast bist, dass du dir die Zeit nimmst, mit mit mir zu sprechen. Ich fange immer so an, dass du dich gerne in deinen eigenen Worten erstmal vorstellen kannst, wer du bist, was du so machst und was du teilen möchtest. Und danach stelle ich alle weiteren Fragen oder kommen vielleicht auch schon daraus wieder neue Fragen.

Jana Willms [00:02:08]:
Ja, danke, Mechthild. Hallo, schön, dich zu sehen, und dankeschön für die Einladung, hier zu sein. Ja, ich bin Jana Wilms und ich wohne in Buxtehude, das ist ein bisschen südlich von Hamburg. Ich bin Psychologin und ich bin Physiotherapeutin und seit 25 Jahren inzwischen, wow, praktiziere ich Achtsamkeit und Mitgefühl und unterrichte seit 15 Jahren MBSR-Kurse. Erst hier, erst in Hamburg, nee, erst ganz zuerst in Osnabrück, da habe ich studiert, und dann in Hamburg und inzwischen in Buxtehude. Und seit seit 10 Jahren auch MBCL-Mitgefühlskurse. Das ist so ein Follow-up-Kurs nach MBSR.

Wie sie dazu gekommen ist Achtsamkeit zu praktizieren

Mechthild [00:02:55]:
Ja, darüber wollte ich auch gleich noch mit dir sprechen. Ja, erstmal cool, dass du das schon so lange machst und auch so, ja, so ein großer Teil ja deines Lebens und deiner Arbeit ist. Wir hatten uns ja letztes Jahr auf der Konferenz vom Verband von Mindfulness Based Stress Reduction getroffen, und da fand ich, sind wir so in Austausch gekommen, und ich fand es einfach so spannend, was du ja machst und wie du das auch weitergibst. Ja, willst du noch mal erzählen, wie du dahin gekommen bist, also auch für dich selber zu praktizieren und dann das auch weiterzugeben an andere Personen?

Jana Willms [00:03:29]:
Ja, gerne. Ja, also es war im Studium, da habe ich den Papa von meiner Tochter getroffen und der erzählte von einem Vipassana-Kurs. Der hat ein Auslandssemester in Australien gemacht und da dann hat mich das schon interessiert. Und später erzählten noch mal Studienkolleg*innen davon, und dann hat es mich total gepackt. Ich fand das mega spannend, so mehr zu verstehen, was mich eigentlich den ganzen Tag so bewegt, antreibt und mich Sachen machen lässt oder auch nicht machen lässt. Also mehr so mich selber zu verstehen. 

Mit Vipassana-Kurs gestartet 

Und dann habe ich geguckt, und diese Vipassana-Kurse gab es In Bad Herrenalp, da war das Zentrum früher, das Goenka-Zentrum. Das ist der Lehrer Goenka aus Indien.


Jana Willms [00:04:20]:
Und das wird auf der ganzen Welt unterrichtet und eben auch in Deutschland. Und da bin ich hingefahren. Und das waren 10 Tage Schweigeretreat und viel, viel, viele Stunden auf dem Kissen und früh aufstehen und kein Abendessen, sondern dann was zu trinken und so. Und das war schon sehr herausfordernd, aber es war auch total toll. Es hat mich echt wahnsinnig ruhig gemacht und sehr klar. 

Ich glaube, ich hatte danach nie wieder irgendeine Langeweile, weil ich immer dachte: Ah ja, ich kann üben, ich kann praktizieren. Und dann war das so eine On-Off-Geschichte, aber auch für viele Jahre. Also dass ich dahin gefahren bin, dann bin ich hochmotiviert nach Hause gekommen, dann habe ich 2 Stunden jeden Tag praktiziert, eine Stunde morgens, eine Stunde abends, und das hat nicht lange gedauert, und dann hat das nicht geklappt.

Die eigene Härte


Jana Willms [00:05:10]:
Mehr, weil einfach auch andere Sachen waren, also im Studium und arbeiten. Genau. Und dann hat das echt einige Jahre gedauert, und dann wurde es besser, dass ich nicht mehr sofort zu Hause aufgehört habe zu üben. Aber das war schon auch noch eine ganze Zeit, und weil ich so, weil ich so hart war mit mir, und diese Härte mit mir selber, die hat mich dann so schnell struggeln lassen, weißt du, dass ich Dann dachte ich, wenn ich es nicht schaffe, mal, dann, naja, dann ist auch egal. Naja, und dann habe ich aber doch immer wieder angefangen. Und irgendwann habe ich im Studium, hat eine Freundin mir die Psychologie Heute gezeigt, und das war es, diese Zeitschrift. Da war das erste Interview mit Jon Kabat-Zinn drin, und das war mega. Da dachte ich, okay, das verbindet was.

Ihr Weg zur MBSR-Lehrerin

Jana Willms [00:06:06]:
Also Arbeit mit dem Körper, Arbeit, Entwicklung begleiten Menschen, das mochte ich auch immer gerne. Als Physiotherapeutin mochte ich immer auch gerne arbeiten mit dem Körper. Und dann habe ich gedacht, das muss ich unbedingt machen. Habe mit der Linda Leerhaupt gesprochen, Vorgespräch gehabt, und die sagte, ja, ja, komm mal. Ich hatte schon viele Jahre Praxis, und dann bin ich MBSR-Lehrerin geworden und habe dann auch begonnen zu unterrichten, und das hat mich viel freundlicher mit mir gemacht, weil da ist ja schon ganz viel Freundlichkeit drin in der Art und Weise, wie Achtsamkeit vermittelt wird. 

Eigene Muster erkennen

Na ja, und dann gab es so ein paar Sachen wie Perfektionismus, so Muster, die sind nicht so doll, haben sich nicht so doll verändert. Das hat mich ganz schön lange sehr geplagt, dass ich immer dachte, ich habe was falsch gemacht, und kleine Fehler. Waren echt dann, naja, dass ich abends im Bett ganz viel drüber nachgedacht habe, was ich hätte besser machen können und so.

Jana Willms [00:07:06]:
Naja, und das wurde besser, als ich angefangen habe, mehr Mitgefühl zu praktizieren. Also Mitgefühl mit mir und auch mit anderen. Das war so der Startschuss, also das war wirklich hilfreich. Und dann habe ich ein Retreat gemacht mit Fritz Koster, meinem heutigen Kollegen, dem Mitbegründer von MBCL, Mindfulness Based Compassionate Living. Und das war’s. Also ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich in diesem Retreat einlasse, aber der Prozess war super. Dann habe ich auch die MBCL-Weiterbildung gemacht und heute bin ich Ausbilderin und Supervisorin und liebe das sehr. Finde, das ergänzt sich einfach großartig, MBSR und MBCL.

Regelmäßiges Üben macht den Tag besser 


Jana Willms [00:07:51]:
Und heute bin ich ganz konsequent mit dem Üben, aber nicht aus Disziplin. Oder mit so einer Härte, sondern weil ich weiß, dass das, wenn ich regelmäßig auf meinem Kissen sitze, das ist das, was meinen Tag wirklich besser macht und alles so besser macht, was ich tue. Also es lohnt sich sehr.

Verschiedene Möglichkeiten zu üben


Mechthild [00:08:14]:
Ja, das finde ich auch. Das gehört für mich auch dazu. Also ich, im Moment mache ich eher wieder mehr Yoga, aber ich habe auch so Phasen, wo ich dann wieder mehr eher wirklich meditiere. Aber an sich ist ja auch beim Yoga darum, die Verbindung zwischen dem Körper und dem Atem zu spüren, und ist ja auch beim MBSR auch eine der Hauptübungen, die praktiziert wird. Ja, deswegen da auch so, das finde ich auch am MBSR schön, dass diese verschiedenen Möglichkeiten gibt, um rauszufinden, was selber für einen passt. Oder auch mal in einer Phase passt mir das und ein anderer mehr was anderes.

Jana Willms [00:08:48]:
Er ist flexibel, ne? Das, da müssen wir uns nicht der Praxis anpassen, sondern die Praxis fügt sich in unser Leben ein.

Verschiedene Angebote zu MBSR und MBCL


Mechthild [00:08:58]:
Ja, genau. Willst du noch mal ein bisschen was zu MBSR und MBCL erzählen?

MBSR-Bildungsurlaub


Jana Willms [00:09:03]:
Ja, also ich biete ja schon lange MBSR-8-Wochenkurse an, und seit vielen Jahren, als habe ich viele Jahre MBSR-Bildungsurlaub auch gemacht in einem feministischen Bildungshaus. Das habe ich sehr geliebt und für Frauen und Lesben. Und dann haben die zugemacht und daraus ist eigentlich das entstanden, was ich jetzt mache, ist nämlich MBSR-Bildungsurlaub im queer-feministischen Bildungskontext. Also die nächste Welle Feminismus, die dritte. Und das ist auch ein echtes Herzensprojekt. Mit den Menschen da zu arbeiten, die so bunt sind. Das ist ganz super und macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich selber lerne mega viel.

Jana Willms [00:09:50]:
Ich passe das an, an diese Gruppe, an diese Menschen. Ja, total hilfreich.

Wie sind diese Räume gestaltet


Mechthild [00:09:56]:
Und was ist da etwas, worauf du dann achtest, wenn du dort die Kurse gibst? In diesen Räumen?

Jana Willms [00:10:02]:
Ja, also gendergerechte Sprache, diskriminierungssensible Sprache ist mir wichtig. Nicht nur da, eigentlich auch überall. Inklusive Sprache im besten Fall, ne? Genau, dass sich alle gemeint fühlen. Ja, da ist das mit den Menschen, die dort gerne hinkommen, zu lila_bunt nach Zülpich, da ist es so, dass es nicht so klösterlich ist, weißt du? Das kommt ja aus diesem klösterlichen Kontext, die Meditation. Aber da ist es einfach sehr angepasst an die Bedürfnisse. Also da müssen Menschen nicht sitzen, sie können genauso gut liegen, oder sie sitzen auch nicht auf Sitz-, auf Meditationskissen oder Bänkchen, nicht unbedingt, können sie, aber die haben da auch große so Big Bags, ich weiß nicht, ob du die kennst, ne? 

Und das ist ja sehr raschelig, da sind ja so Kugeln drin, Und das gehört dazu, einfach zu diesem Ambiente. Also dass Selbstfürsorge auch bedeutet, dass Menschen auf so einem Big Bag liegen, weil das den Körper so toll unterstützt. Also Menschen mit Schmerz können oft da viel entspannter liegen und das wäre in anderen Kontexten nicht möglich.

Viele Optionen anbieten


Jana Willms [00:11:18]:
Aber da ist es möglich. Also das ist so das Setting und ich passe die Anleitung an. Also, dass es viele Optionen gibt, zum Beispiel beim Body Scan die Körperteile zu spüren und nicht nur dabei zu bleiben. Das ist ja so eine Standardanleitung, dass du durch den Körper gehst mit der Aufmerksamkeit und dann so spürst, und wenn was da ist, dann ein bisschen zu bleiben, oder auch wenn es unangenehm ist. 

Vom Körper distanzieren können

Und ich habe gelernt, dass wenn Menschen viele körperliche Schwierigkeiten haben, dass dass das ganz schnell überwältigend sein kann, wenn der Körper eh so schwierig ist. Also viele Menschen mit Long Covid zum Beispiel, und dass es so wichtig ist, dann anzubieten, dass sie sich auch distanzieren dürfen. Also den Fokus zu weiten, sodass nicht nur dieser Schmerz da ist oder diese intensiven Körperempfindungen, sondern auch noch andere Dinge. Ganz weit im Grunde über die Körpergrenzen hinaus zu merken, ah ja, ich bin an einem guten Ort hier.

Jana Willms [00:12:27]:
Eine Teilnehmerin hat mal gesagt, ja, ich habe mein Gewahrsein im Garten an den Bäumen aufgehängt, so dass es diesen guten Ort umfasste und nicht nur die Schwierigkeit. Und das gab mehr Balance. Also so, ne, da versuche ich das anzupassen, auch an solche körperliche Schwierigkeiten, die Menschen haben können, aber auch Menschen mit Neurodivergenz, wo einfach dann auch Fidget Toys heißen die.

Mechthild [00:12:58]:
Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, also das, was ich so ein bisschen in der Hand haben kann, irgendwas.

Kollektive Führsorge vs. individuelle Fürsorge


Jana Willms [00:13:04]:
Genau, was hilft, die Aufmerksamkeit zu stabilisieren und so. Und da ist das gang und gäbe. Und am Anfang ist es mehr, und gegen Ende so eines Bildungsurlaubs ist auch weniger, dass Menschen das benutzen, weil es einfach ruhiger geworden ist. Genau, das da, das passe ich an der Anleitung und auch ein bisschen an den Kontext, weil die in dem, in dem, in diesem queerfeministischen Kontext sind viele Menschen da, die ganz viel politisch engagiert sind, und die haben ein hohes Bewusstsein fürs Kollektiv. Und, und da fehlt manchmal, oder was heißt fehlt nicht, aber diese individuelle Fürsorge dass ich für mich gut sorge, das ist oft nicht so leicht. Und in anderen Kontexten ist es so, in meiner Erfahrung, genau andersrum. Dass es also viel diese Selbstzentrierung gibt und Selbstfürsorge gewünscht ist, aber weniger dieses Bewusstsein, ah ja, uns als Kollektiv muss es auch gut gehen. Und da habe ich das auch ziemlich angepasst.

Jana Willms [00:14:09]:
Also wie kann ich das erklären? Warum das hilft mit Achtsamkeit in diesem Kontext.

Wie kann ich gut für mich sorgen?


Mechthild [00:14:15]:
Na ja, auch spannend, dass man ja, weil vielleicht dann oft so schlechtes Gewissen da ist, wenn man sich um sich selber kümmert. Ja, man soll ja politischen Arbeit ist oder auch bei uns im inklusiven Bereich sich so einsetzt für alle, dass alle Menschen irgendwie Zugang finden können und dann auch für sich selber gut sorgen zu können, um das auch lange machen zu können, was man macht.

Jana Willms [00:14:42]:
Ja, das ist dieses, darf ich das, wenn, darf ich gut für mich sorgen, wenn es da draußen so viele Schwierigkeiten gibt, die es zu lösen gilt? Also diese Dringlichkeit, ne? Ich verstehe das auch total, aber du sagst das so schön, Mechthild, das ist natürlich, ey, aus einer leeren Schale kann ich nichts geben. Wenn ich nachhaltig aktiv sein will und etwas Gutes bewegen will, muss ich mich um mich selber kümmern. Ja, nicht nur, aber auch.

Eine gute Balance finden


Mechthild [00:15:11]:
Auch, ja, genau, die Balance zu haben ist ja immer schwierig, also die Zeiten werden immer schwieriger und anstrengender, und dann immer noch die Balance zwischen dem Außen und auch den Nachrichten und allem, was so reinkommt, und was wir machen wollen an Aktionen, und aber auch für uns selber zu sorgen.

Jana Willms [00:15:31]:
Ja, und es ist auch vielleicht nicht so, dass ich einmal diese Balance finde, Ich weiß nicht, wie es dir geht, ich glaube, ich suche die immer wieder neu, ne? Also immer wieder so nachjustieren, wie viel gebe ich, wie viel brauche ich auch, dass ich was nehme und regeneriere.

Mitgefühl ist auch wichtig 


Mechthild [00:15:48]:
Und da kommt ja dann auch das Mitgefühl, kann auch sehr hilfreich sein in dem Kontext.

Jana Willms [00:15:54]:
Ja, total. Und ich unterrichte Achtsamkeit immer sehr freundlich. Weil ich wirklich, also wenn wir da mit so einer Strenge rangehen, die wir vielleicht ja sowieso schon haben, dann macht es das nicht besser. Es ist so unerfreulich, wenn wir mit so einem, ja, wir würden in der Psychologie sagen, still face, also regungslos, mit so einem ausdruckslosen Gesicht auf uns selbst schauen und uns selbst wahrnehmen. Das ist unangenehm. Da sehen wir so viele Sachen, die nicht so super toll sind. Und wir brauchen wirklich mehr diesen freundlichen Blick. Und das mache ich, also das ist mir total wichtig beim MBSR-Unterrichten, auch vielen anderen Kollegen auch, das ist schon klar.

Ein Lächeln für dich


Jana Willms [00:16:42]:
Und dann versuche ich, so viel wie so eine Gruppe das auch gut vertragen kann, da Selbstmitgefühl, Mitgefühl bisschen einfließen zu lassen. Das ist ja auch standardmäßig Teil von MBSR. Am Achtsamkeitstag, genau, das ist mir total wichtig. Das läuft immer so ein bisschen mit, mal so ein Lächeln für dich oder mal so eine Berührung, die irgendwie gut tut, oder mein Wunsch, der jetzt so gut tut. Und ich finde, das ist bereichernd. Naja, das klingt schon was an, was im MBCL-Kurs dann weitergeht, ne? Aber ich tue natürlich nicht die MBCL-Übungen in den MBSR-Kurs. Macht keinen Sinn.

Was ist MBCL genau?



Mechthild [00:17:22]:
Und wie geht es dann im MBCL weiter? Also was ist da dann, wie da geübt wird oder welche Übungen da wichtig sind?

Jana Willms [00:17:29]:
Ja, das MBCL ist ein, das, es gibt viele Mitgefühlstrainings, auch unabhängig voneinander haben viele Leute das Gefühl gehabt, ja, das ist wichtig nach dieser großen Welle von Achtsamkeit. Und MBCL ist ein Follow-up-Programm, das heißt, das richtet sich an Menschen,, die schon MBSR oder Achtsamkeitspraxis haben und baut darauf auf. 

Freundlichkeitsmeditation

Und es gibt so eine ganze Reihe von Übungen, es gibt so verschiedene, wie so Fäden durch diesen MBCL-Kurs. Und ein Faden ist diese Freundlichkeitsmeditation, diese Wünsche für dich selbst oder auch für andere, die im MBSR-Kurs schon da waren. Das folgt auch dem gleichen didaktischen Prinzip. Das ist für Menschen, die schon MBSR oder MBTT oder so gemacht haben, ganz vertraut, wie das geht. Wir machen Übung, dann gibt es ein bisschen Austausch und dann flechten wir ein bisschen Theorie ein, was hilfreich ist. Und ja, die, die Übung mit den Wünschen, das ist ein Faden für dich selbst, aber auch für andere Leute, die dir am Herzen liegen, oder Personen, die du gar nicht kennst.

Vorstellungsübungen



Jana Willms [00:18:43]:
Oder auch Menschen, mit denen es irgendwie hakelig ist, also ein bisschen schwierig. Dann gibt es Vorstellungsübungen. Kennst vielleicht die Bergmeditation aus dem MBSR? Ja, ne? Das ist ja, also klassischerweise ist das eine Visualisierungsübung, wie der Jon die anleitet. Und im MBCL gibt es Vorstellungsübungen, also das kann visuell sein, aber das muss nicht visuell sein, weil es gibt Leute, die gar eine visuelle Vorstellung haben. Und das kann genauso Geruch sein oder Körperempfinden, also taktiles Empfinden, oder Hören. Und da geht es darum, zu üben, unsere Fähigkeit vorzustellen, zu was zu nutzen, was uns zur Ruhe kommen lässt, anstatt dass es uns Stress macht. Also da gibt es eine ganze Reihe Vorstellungsübungen mit einem sicheren Ort, einem Wesen, was dich unterstützt, was da ist an deiner Seite oder irgendwo anders. Genau, das ist so was, das kann eine Tür sein zu mehr Wärme, Verbundenheit, Geborgenheit, Sicherheit.

Übungen zum Umgang mit Schwierigkeiten



Jana Willms [00:19:53]:
Und dann gibt es auch noch einen ganzen kleinen Pool von Übungen zum Umgang mit Schwierigkeiten. Okay, also wie können wir hilfreich umgehen mit schwierigen Momenten, z.B. wenn etwas nicht so ist, wie ich das will, ne? 

Mit Widerständen umgehen

Also z.B. viele Gedanken, weil du setzt dich hin für die Meditation oder bist auf deiner Yogamatte und dann merkst du, bist unruhig, oder es gibt viele Gedanken, du denkst, will ich eigentlich nicht, das ist der Klassiker, ne? So, oder die Aufmerksamkeit schweift immer wieder ab, geht weg und dann will ich eigentlich nicht, möchte doch ruhig sein. Und wie können wir zum Beispiel so einen Moment, was ist die weise, mitfühlende Antwort auf die Situation für dich selbst? Also so mit Widerstand umgehen hilfreich. 

Das menschliche Verlangen

Und auch das andere Große ist Verlangen, dass ich so will ich es nicht, aber so will ich es gerne, so soll es sein. Also diese Kräfte, die uns ja eigentlich die ganze Zeit steuern, und wie können wir damit hilfreich umgehen, mit einem ganz normalen menschlichen Verlangen, also was wir alle haben, brauchen wir ja auch. Und wie können wir mit Mustern mitfühlend umgehen oder verzeihen.

Umgang mit schwierigen Situationen



Jana Willms [00:21:10]:
Also das ist so ein ganzer Bereich, wo wir Schwierigkeiten besuchen in den Übungen. Und das sind natürlich Schwierigkeiten, die waren vorher schon da. In der Achtsamkeitspraxis, wenn du sitzt im offenen Gewahrsein, da kommt das alles. Aber da lassen wir erstmal die Hände weg. Also wir verschlimmern es nicht, sind erstmal nicht reaktiv und dann zu gucken, ja, was mache ich damit. Und im MBCL steuern wir solche Situationen richtig an mit den Übungen. Also da würde ich dich zum Beispiel einladen zu sagen, ja, erinnere mal so einen Moment, wo Verlangen eine Rolle gespielt hat, im Sinne von haben wollen. Oder festhalten wollen, vielleicht mit was zu essen oder keine Ahnung, irgendwelche Gegenstände oder so.

Alltagstaugliche Übungen



Jana Willms [00:21:57]:
Und dann, wenn du sowas erinnerst, das lebendig werden lassen, und dann können wir damit arbeiten. Achtsamkeitsbasiert, also so dieser Bereich mit Schwierigkeiten und natürlich Alltagsübungen. Wie kann ich besser im Alltag mitfühlend antworten, für mich, für andere? Kleine Atemraum-Mutfreundlichkeit-Übungen, also so kleine Übungen, die sehr alltagstauglich sind. Also das ist MBCL und die Reise durch den MBCL-Kurs, die Menschen nehmen, ist ganz individuell. Das ist auch noch ein Unterschied zu MBSR, weil nicht alle kommen mit dem gleichen Thema, mit den gleichen Lebenserfahrungen, könnten wir auch sagen. Und das heißt, du darfst aussuchen, Üben, ja, unbedingt, genau wie MBSR. Aber was du übst, entscheidest du selbst.

Freiheit in den Übungen geben



Mechthild [00:22:46]:
Also mit welchen Schwierigkeiten du—

Jana Willms [00:22:48]:
genau, welche, genau, welche von den— ob du überhaupt, ne, willst du damit üben, oder willst du lieber Freundlichkeitsmeditation machen, oder ist jetzt für dich eine hilfreiche Tür die Vorstellungsübung? Und so, dass du das für deinen Prozess nehmen kannst, was dir gerade hilft.

Mechthild [00:23:10]:
Oh, es klingt auf jeden Fall spannend. Ich selber habe auch noch keinen MBCL-Kurs gemacht, also vielleicht muss ich es doch mal irgendwann.

Es selbst mal ausprobieren


Jana Willms [00:23:18]:
Ja, komm mal, ist total schön. Wir hatten gestern Abend Kurs online und dann kommen die Leute von überall.

Mechthild [00:23:27]:
Das klingt gut, muss ich das auch mal auf meine Liste schreiben, aber ohne Druck (lacht).

Jana Willms [00:23:38]:
Ja, ja, genau. Du wirst ja schon merken, wenn du da Lust hast und es dich treibt. Ach, es läuft nicht weg.

Entwicklung von Achtsamkeit in den letzten Jahren



Mechthild [00:23:44]:
Ja, was mich auch noch interessiert, weil du das ja schon so viele Jahre oder Jahrzehnte auch schon selber übst und auch weitergibst, ob du so, wie so in den letzten Jahren auch so dein Empfinden war, wie sich das, die MBSR und die Achtsamkeitswelt an sich entwickelt haben. Also, es ist eine große Frage, aber vielleicht kannst du dazu für dich was rausnehmen.

Es gibt immer mehr Angebot in verschiedenen Bereichen



Jana Willms [00:24:07]:
Also, was ich so das Gefühl habe, ist, dass es, dass es so schön ist, dass es immer mehr Kolleginnen und Kollegen gibt, die das in die Welt tragen, und zwar wirklich in alle möglichen Ecken, in Institutionen. Und es sind ja nicht nur die MBSR-Kurse, die wir so auf dem freien Markt anbieten, sondern dass das überall hingeht, in die Unis, in die Kitas, in die Schulen, aber auch in die Unternehmen. 

Mehr Handlungsspielräume entstehen

Also das ist ja gedacht als etwas, was Menschen unterstützt. Nicht, dass sie sich mehr auspressen lassen bei schwierigen Umständen oder in kranken Systemen, sondern dass es mehr Handlungsspielräume gibt auf dieser individuellen Ebene. Das heißt ja nicht, dass stattdessen, also dass institutionelle Rahmenbedingungen nicht verändert werden sollen. Und das finde ich total schön. Ich finde, dass das wird immer mehr, Achtsamkeit wird immer mehr so gesellschaftlich immer mehr akzeptiert, dass es ein wichtiges, ich sag mal, Instrument ist für Regulation, für Selbstregulation. Weil wenn wir das nicht machen, ist wie Zähneputzen, das nicht so gut.

Jana Willms [00:25:19]:
Wenn wir das nicht machen, dann überlassen wir alles quasi dem Autopilot. Und dass mehr und mehr Menschen darauf aufmerksam werden, das finde ich einfach richtig super. Und ganz kreativ, die Kolleginnen und Kollegen, das unter die Menschen bringen und den Zielgruppen anpassen. Und das finde ich einfach super.

Angebote anpassen für Personen



Mechthild [00:25:39]:
Ja, das finde ich auch. Da hatte Jon Kabat-Zinn ja auch bei der Konferenz in Berlin, wo er online dann zugeschaltet wurde, ja auch noch mal drauf hingewiesen, dass Lehrer es auch anpassen können, was es gibt für Module und Materialien, so wie es für die Person passt, mit denen man arbeitet.

Jana Willms [00:25:57]:
Ja, das fand ich auch total schön, dass er das gesagt hat. Das mache ich schon lange so, weil was nützt es denn, wenn, wenn es ja, wenn Menschen es nicht nehmen können, weil ich es auf eine Weise präsentiere oder erzähle darüber, die, wo die Schotten gleich runtergehen, also wo die Türen zu sind. Das war ja auch nie das Ziel, auch nicht, wo das herkommt. Da ging es immer darum, ja, passt das mal an die Menschen an, mit denen du redest.

Inklusive Angebote entwickeln



Mechthild [00:26:28]:
Und das heißt natürlich auch nicht, dass ich dann ganz andere Sachen mache, ne, aber vielleicht so, wie es für die Menschen passt, die mit uns üben wollen. Ja, inklusiv.

Jana Willms [00:26:42]:
Alle mitnehmen. Ja, bitte.

Mechthild [00:26:45]:
Ja, das finde ich ja, so wie du das gesagt hast, finde ich schön, dass es immer mehr in alle Bereiche des Alltags so kommt und sichtbarer wird.

Achtsamkeit ist nichts ungewöhnliches



Jana Willms [00:26:57]:
Ja, und das ist nicht mehr so was Ungewöhnliches, weil Achtsamkeit ist ja nichts ungewöhnliches. In allen Weisheitstraditionen gibt es das. Wir sind, wir haben diese Fähigkeit alle, aber die ist einfach nur nicht so doll geübt. Und das finde ich so der große Gewinn, dass der John das rausgenommen hat aus diesem religiösen Kontext, so dass es zugänglich ist, es wie barrierefrei gemacht hat, ne, irgendwie. Genau, dass Menschen da Zugang haben können, ohne auch wenn Da muss man ja nicht Buddhistin sein oder irgendwas, ne? Unabhängig von Konfession. Und ich weiß nicht, wie du denkst, also das war auch so, dadurch, dass er das rausgenommen hat aus diesem religiösen Kontext, sind oft nicht die Quellen da. Die durfte der ja nicht benennen. Das war damals sozusagen die andere Bewegung.

Auch auf die Wurzeln der Achtsamkeit hinweisen



Jana Willms [00:28:01]:
Wenn er das benannt hätte als buddhistische Meditation, was ja nicht nur buddhistisch ist, aber so, dann wäre das niemals so bekannt geworden. Und jetzt merke ich, dass mir was manchmal fehlt, oder dass ich mich auf die Suche mache nach den Quellen, um die benennen zu können, weil es auch korrekt ist zu sagen, ja, dieses Modell, was ich euch hier erkläre, das basiert auf Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen. Und wir haben das bisschen angepasst. Also so, da finde ich, da hat das, hat sich irgendwie auch noch mal verändert, so unsere Wahrnehmung von, ja, was, wie seriös, wie können wir seriös haben, dass es zugänglich ist und doch klar ist, es hat Quellen, alles was wir tun.

Mechthild [00:28:48]:
Ja, nee, das ist auch ein wichtiger Punkt, auch das anzusprechen in den Kursen auch. Woher das noch kommt.

Jana Willms [00:28:56]:
Ja, und das ist nicht— der Jon hat das nicht erfunden, sondern das sind ja tausende alte Praktiken, die sind einfach total differenziert in der buddhistischen Philosophie entwickelt worden, aber sind zugänglich für alle. Und er hat es nicht— er ist nicht der Urheber der Praxis, ne?

Mechthild [00:29:16]:
Und das sagt er ja auch immer.

Was war die Intention hinter der Entstehung von MBSR?



Jana Willms [00:29:19]:
Ja, das sagt er. Und trotzdem gibt es manchmal so in der, wenn Menschen das erste Mal kommen, so eine Verwirrung. Ja, hat er das, hat er, bezeichnet er sich als den Urheber der Praxis oder eben nicht, ne? Und was ist die Intention dahinter? Es war die Intention, Geld zu machen, und das war es ja nicht, ne?

Mechthild [00:29:43]:
Genau, weil er macht ja jetzt auch kein Geld mit dem Angebot, also von uns wieder so weitergegeben.

Jana Willms [00:29:51]:
Genau, ja, keine Lizenzen. Nee, nee, da geht es wirklich um was anderes, nämlich einen Weg aufzuzeigen, wie Menschen authentischer und glücklicher und stimmiger leben können in dieser Welt und mit dieser Welt und miteinander.

Noch weitere Themen



Mechthild [00:30:11]:
Ja, wir haben jetzt schon viel geteilt. Hast du noch irgendwas, was ich jetzt noch nicht gefragt habe, oder wo du gerne noch was teilen möchtest von dir aus. 

Jetzt fällt mir gerade nichts ein, zu lila_bunt habe ich was erzählt. Ja, weil wir haben eigentlich auch alle Themen so, die ich auf meiner Liste hatte, angesprochen, aber ich frage trotzdem immer noch mal, weil vielleicht ist doch noch irgendwas, was vielleicht noch da ist. Genau, dann immer noch eine Frage ist, wo man auch mehr zu dir finden kann, wenn man jetzt sagt, okay, ich möchte vielleicht auch mal MBSR bei dir oder MBCL ausprobieren oder mal bei einem dieser queerfeministischen Bildungsurlaube teilnehmen?

Janas Webseite und Angebote



Jana Willms [00:30:53]:
Ja, ich habe eine Webseite www.achtsamkeit-wilms.de mit Doppel-L, und da finden sich alle Informationen. Genau, es gibt die Möglichkeit, da bei Lila Bund im queerfeministischen Kontext dabei zu sein. Das ist zweimal im Jahr sogar jetzt bei diesem Jahr, einmal im Frühjahr oder im ganzen Januar war das jetzt gerade, und dann im Sommer. Und dann bin ich einmal für MBSR-Kompaktkurs im Benediktushof in Würzburg. Auch sehr schön, da eine Woche. Das ist ein krankenkassengefördertes Format, ja, okay, Präventionskurs im Sommer, das ist super schön und Da unterrichte ich auch MBCL als Kompaktkurs.

Barrierfreie Räume für Angebote



Mechthild [00:31:38]:
Ja, okay, und da kann ich auch sagen, dass die haben auch relativ barrierearme Möglichkeiten. Ich war da auch selber noch schon mal als Teilnehmerin, kann mich nicht erinnern, ob ich dann, weiß nicht, also ich hatte ein Zimmer, wo das Badezimmer im Zimmer war, aber ich weiß nicht, ob das hundertprozentig rollstuhlgerecht war, weil ich ja auch selber laufe, aber so die Wege sind natürlich schon bisschen steinig an manchen Stellen, aber im Großen und Ganzen kam ich überall auch mit dem Rolli gut hin.

Jana Willms [00:32:08]:
Ja, und die haben so, die achten dann auch da drauf, ne, dass es ein Raum gibt mit Aufzug, dass du halt da gut rein kannst. Also das, das geht schon. Ja, und bei Lilabunt gibt’s ganz viel Unterstützung einfach. Da gibt’s ein paar Türschwellen und so ein paar kleine Sachen. Aber als ich im Januar da war, war eine Rollifahrerin da, und das war ganz super. Also das ist da völlig selbstverständlich, dass, wenn gewünscht, dass jemand mit anfasst. Das absolut natürlich. So, das ist so.

Jana Willms [00:32:42]:
Genau, ja, wir machen auch einmal im Jahr eine MBCL-Weiterbildung. Ja, okay, Rosenwaldhof. Und das ist, glaube ich, nicht so barrierefrei, die haben Stufen

Mechthild [00:32:55]:
Schade.

Jana Willms [00:32:55]:
Aber die können auch helfen.

Mechthild [00:32:58]:
Ja, sehr schön. Ich verlinke das dann auch noch mal in den Shownotes und in dem Blogpost, dass die Leute auch deine Seite finden können.

Die eigene Selbstfürsorge-Praxis

 Und ja, genau. Und meine allerletzte Frage, bevor wir uns verabschieden, ist immer noch, was deine eigene Selbstfürsorgepraxis ist, was du für dich machst, damit es dir gut geht.

Meditation und Mitgefühlsübungen



Jana Willms [00:33:17]:
Ja, also das, was eine zentrale Kraftquelle ist, einfach regelmäßig, am besten morgens, wenn es irgendwie einzurichten ist, halbe Stunde Meditation, oft auch in Stille, bisschen ergänzt mit Mitgefühlsübungen. Und ich mache regelmäßig Sport und ich habe auch ein Arbeitszimmer, wo ich mich zurückziehen kann und ausruhen kann.

Und der häusliche Betrieb hier mit meiner Tochter, die wird jetzt 17, Der kann dann einfach ganz normal weiterlaufen, und dann kann ich mich da rausnehmen und habe so das Gefühl, ah ja, jetzt kann mich auch niemand erreichen. Ich mache das Handy aus. Und so Zeit, wo ich das Gefühl habe, ja, jetzt kann ich einfach so für mich sein, das ist wichtige Regenerationszeit. 

Mechthild

Schön. 

Audio-Anleitungen auf der Webseite

Jana

Ja, eine Sache fällt mir noch ein, vielleicht zu der Webseite. Wenn Menschen das gerne hören möchten, eine Kostprobe von den Audios, also da gibt es Body Scan auf meiner Webseite, und es gibt auch Atemraum mit Freundlichkeit und Atemraum mit Selbstmitgefühl.

Jana Willms [00:34:26]:
Also da gibt’s eine Menge auch freie Audios zum Ausprobieren und schon mal reinschnuppern. Lade ich gerne zu ein.

Mechthild [00:34:34]:
Sehr cool, ja, dann gucke ich auch mal mit bei dem Atemraum mit Freundlichkeit und Selbstmitgefühl.

Auch Barrierefreiheit auf der Webseite mitdenken



Jana Willms [00:34:40]:
Kannst du auch runterladen, auch barrierefrei. Ich hatte gerade eine Teilnehmerin im Kurs, Die war blind und die hat mir erst mal erklärt, wie barrierefrei meine Webseite schon ist. Total cool, hat mich sehr gefreut. Und dann haben wir die letzten kleinen Sachen noch verändert.

Abschluss der Folge



Mechthild [00:34:59]:
Sehr schön. 

Jana

Liegt mir auch am Herzen. 

Mechthild

Ja, ja. Vielen Dank für deine Zeit und dass du das alles mit uns geteilt hast.

Jana Willms [00:35:06]:
Ja, danke schön für die nette Begegnung und Austausch.

Mechthild [00:35:12]:
Genau, dann noch einen schönen Tag und bis bald.

Jana Willms [00:35:15]:
Ja, danke schön, wünsche ich dir auch, Mechthild

Mechthild [00:35:16]:
Danke, tschüss!

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