77-Inklusion und Barrierefreiheit im Coaching – Interview mit Thomas Spitzer

Grüner Banner mit dem Logo von inklusive Achtsamkeit. Ein i und zwei Blätter, die wie ein kleines A aussehen. Daneben steht inklusive Achtsamkeit. Darunter ein Bild von Thomas Spitzer. Auf grünem Text steht Inklusion und Barrierefreiheit im Coaching

In Folge 77 habe ich mit Thomas Spitzer über Inklusion, Barrierefreiheit und Achtsamkeit gesprochen.
Thomas Spitzer ist Coach und Berater mit langjähriger Erfahrung im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit und bringt darüber hinaus seine eigene Perspektive als Mensch mit Behinderung ein. Er unterstützt sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen dabei, inklusive Strukturen zu schaffen und Menschen wertschätzend zu begleiten.


Wir sprechen darüber, wie Thomas Spitzer nach einem schweren Unfall und einer längeren Pause zum Coaching gekommen ist und wie Methoden aus dem NLP sowie systemische Ansätze seinen Beratungsstil prägen. Im Mittelpunkt steht dabei für ihn, Menschen zu ermutigen, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken und aktiv an der Gestaltung von Veränderungen teilzunehmen – sei es bei individuellen Themen wie Selbstsicherheit, Struktur im Alltag oder im Umgang mit Herausforderungen im Bewerbungsprozess.


Ein zentrales Anliegen ist es Thomas Spitzer auch, Barrieren in Unternehmen sichtbar zu machen und Führungskräfte dafür zu sensibilisieren, dass Inklusion nicht als Wohltätigkeit, sondern als Beitrag zu echter Vielfalt verstanden werden sollte. Das Thema Barrierefreiheit spielt auch im Alltag und im gesellschaftlichen Miteinander eine große Rolle, etwa bei der Organisation von Dienstreisen, Begegnungen im Arbeitsalltag oder der Nutzung von Angeboten im öffentlichen Raum.


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Über diese Themen haben wir gesprochen

  • Über Thomas Spitzer
  • Sein persönlicher Weg und die Coaching-Ausbildung
  • Berufliche und persönliche Erfahrungen rund um Inklusion und Barrierefreiheit
  • Umgang mit Behinderung – eigene Perspektiven und Herausforderungen
  • Arbeit mit Unternehmen: Inklusion, Bewerbungsprozesse und Teamdynamik
  • Positive Impulse für inklusivere Arbeitswelten
  • Coaching-Ansatz: Methoden, Ziele und Unterstützung
  • Arbeiten mit Menschen mit und ohne Behinderung
  • Der Umgang mit Wut und der konstruktive Einsatz für Veränderung
  • NLP und andere Methoden im Coaching-Alltag
  • Vernetzung und Erfahrungen auf Social Media
  • Barrierefreiheit und Innovationen im internationalen Vergleich
  • Arbeitslosigkeit und Strukturen für Menschen mit Behinderung
  • Thomas’ Ressourcen und Angebote online
  • Selbstfürsorge und die Rolle von Musik und Kultur im Alltag

Einleitung in die Folge


Mechthild [00:00:06]:
Hallo und herzlich Willkommen zu Folge 77 von Inklusive Achtsamkeit – der Podcast. Ich bin Mechthild und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast und dass du dir diese Folge anhörst.
Diesmal habe ich mit Thomas Spitzer gesprochen. Er ist Coach und Berater für die Themen Inklusion und Barrierefreiheit. Thomas macht viele verschiedene Dinge, unter anderem eben, dass er Menschen unterstützt dabei sich weiterzuentwickeln und da selber eine Behinderung hat, nimmt er eben die Themen Inklusion und Barrierefreiheit auch immer gerne mit auf in seine Coachings. Was ich selber sehr spannend finde, da ich selber auch gerade eine Coaching Ausbildung mache und es natürlich dann auch mich selber interessiert, wie auch andere Menschen eben das nutzen und andere Menschen auch wieder unterstützen weiterzukommen.


Und vielleicht kennst du ihn auch bereits von seinen Inhalten auf Instagram oder seine Webseite und wenn nicht, natürlich alles wieder verlinkt in den Show Notes. Und bevor ich jetzt auch vorher zu viel wieder erzähle, wünsche ich dir jetzt viel Spaß mit dieser Folge und freue mich, wenn du vielleicht für dich auch was Neues mitnehmen kannst, ein paar von den Impulsen, die wir teilen und dann bis bald.


Vorstellung Thomas Spitzer

Mechthild [00:01:43]:
Hallo Thomas, schön, dass du im Podcast zu Gast bist. Ich freue mich, dass du dir die Zeit nimmst, um mit uns zu sprechen und mit mir jetzt zu sprechen. Und ich fange immer so an, dass ich dich einmal dich vorstellen lasse, was du über dich erzählen möchtest.
Sein Job auf dem ersten Arbeitsmarkt

Thomas Spitzer [00:01:57]:
Ja, okay, vielen Dank. Ich freue mich über die Einladung sehr. Ja, mein Name ist Thomas, Thomas Spitzer. Ich lebe und arbeite in Bonn, bin seit über 30 Jahren sozusagen jetzt auf dem ersten Arbeitsmarkt unterwegs, bin aktuell Ausbildungsleiter im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In dem Ministerium bin ich schon ganz lange. Ich habe 19 Jahre im Bereich Gleichstellung gearbeitet und zehn Jahre im Bereich Jugend. Also ich kenne den Laden ganz gut.
Seine Ausbildung zum Coach


Ja, und das ist und ich hab vor ungefähr, ist jetzt auch schon fast zehn Jahre her, habe ich eine Coach-Ausbildung gemacht, ist noch länger her, sogar 13 habe ich angefangen, 2013 habe ich angefangen.

Thomas Spitzer [00:02:49]:
Im Hintergrund war einfach, ich hatte 2012 hatte ich einen folgenschweren Unfall, Ich habe mich mit dem Rollstuhl bei einer Dienstreise auf die Nase gelegt, habe mir den Oberschenkel gebrochen, dann eine Sepsis eingefangen durch die OP, die ich bekommen habe offensichtlich und ich war neun Monate raus aus dem Geschäft sozusagen. Ich habe nichts machen können, ich konnte nicht arbeiten gehen, muss immer mal wieder rein ins Krankenhaus, wieder raus ins Krankenhaus.


Sein Weg zu NLP


Und weil es dann mehrere OPs gab und irgendwann habe ich mir selber die Frage wo habe ich eigentlich die Energie her, das überhaupt alles irgendwie hinzukriegen und so. Und das wollte ich wissen und dem wollte ich auf den Grund gehen. Und dann habe ich eine Ausbildung gefunden im Neurolinguistischen Programmieren, NLP, wo es genau um diese Fragen ging. Also ich hatte gar nicht erst vor, Coach zu werden, sondern wir haben erst mal so angefangen, erstmal zu gucken, wie kommuniziere ich selber, wie kommuniziere ich mit mir selbst und wie kommuniziere ich nach draußen. Und dann hat mir das so gut gefallen. Die Gruppe fand ich toll, es war eine kleine Gruppe von zwölf Leuten und dann haben wir weitergemacht.

Thomas Spitzer [00:04:12]:
Dann habe ich sozusagen den Master gemacht in der nächsten Stufe und als ich den fertig hatte, habe ich gedacht, okay, jetzt machst du auch noch den Master Coach.

Mechthild [00:04:24]:
Okay.


Auditives Coaching

Thomas Spitzer [00:04:25]:
Und dann, das ging bis 2017 und dann, nachdem ich diesen Abschluss bekommen habe, habe ich gedacht, du musst doch irgendwas damit machen. Dann habe ich mich erstmal ein bisschen ausprobiert. Ich wollte gar nicht so sehr direkt in den Bereich Inklusion gehen, weil ich gesagt habe, immer in der gleichen Soße rühren und so, das ist irgendwie nicht so schön. Dann habe ich meine Affinität zur Musik, habe ich zu meinem Coaching gemacht, hab also auditives Coaching gemacht, also Coaching mit der Stimme, mit Musik, mit einfachen Instrumenten.


Das ging ganz gut, aber es war sehr schwierig nach außen zu erklären, weil natürlich hat jeder irgendwie einen Bezug zur Musik und hat dann gesagt, ja, wie geht das denn so? Und ich musste ganz viel erklären.
Kommunikator bei einer Ausstellung zum Thema Inklusion
Und dann, es gibt ja manchmal so Schicksalstermine, da bin ich gefragt worden, ob ich als Kommunikator eine Ausstellung begleiten möchte, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigt. Das war bei einem großen Chemiekonzern hier in der Nähe von Bonn. Das habe ich gemacht, eine Woche lang.


Mit der eigenen Behinderung was positives bewirken

Thomas Spitzer [00:05:43]:
Das waren große Exponate, die aufgestellt wurden. Also es ging darum, wie geht das überhaupt mit Menschen mit Behinderung, wie ist das in der Arbeitswelt, wie spreche ich, was darf ich vielleicht gar nicht sagen, was ist irgendwie völlig daneben Und es gab verschiedene Exponente und ich bin mit den Gästen, habe ich so die einzelnen Stationen abgelaufen sozusagen und natürlich ist man dann auch ins Gespräch gekommen und ich habe festgestellt, also ich bin seit Geburt, bin ich mit der Behinderung unterwegs.


Ich habe eine angeborene Querschnittslähmung. Dann habe ich festgestellt, ich habe die gleichen Fragen gestellt bekommen wie vor 35 Jahren, immer das Gleiche. Ja, wie geht das denn mit dem Rollstuhl? Ist das nicht anstrengend und so. Und da habe ich gedacht, meine Güte, wir sind doch vielleicht schon viel weiter. Und das war der Moment, wo ich gedacht habe, okay, du hast ein Thema gefunden, du musst mit deiner Behinderung was Positives bewirken. Nicht ins Jammertal gehen und zu sagen, uns geht es allen so schlecht und wir sind alle so arm dran, sondern mit einer positiven Ausrichtung.

#aufrechtsitzen

Thomas Spitzer [00:06:57]:
Deswegen ist mein Hashtag ja auch aufrecht sitzen.

Mechthild [00:07:00]:
Naja cool.

Thomas Spitzer [00:07:02]:
Deswegen, also ich gehe jetzt recht aufrecht oder fahre recht aufrecht durchs Leben und habe mich eigentlich von meiner Behinderung eigentlich nicht grossbremsen lassen. Aber wir stellen auch immer wieder fest, es sind nicht wir, die uns bremsen, sondern es ist praktisch das Umfeld, was immer noch nicht so ist, dass wir da alle gut drin leben können. Und das versuche ich so ein bisschen zu beeinflussen.


In Unternehmen zum Thema Inklusion unterstützen


Ich gehe auf Unternehmen zu und beantworte die Fragen so wie ist das denn mit Behinderung? Ich weiß nicht, ob du das kennst. Situation Bewerbungsgespräch. Menschen mit Behinderung sagen ganz oft, naja, das Bewerbungsgespräch ging hauptsächlich um meine Behinderung, aber nicht um das, was ich wirklich kann. Und und von Unternehmensseite weiß ich auch, die wissen gar nicht, was sie denn letztendlich fragen sollen, weil die Behinderung ist dann so im Vordergrund und dass sie dann völlig vergessen, dass sie da jemanden einstellen wollen, der die entsprechende Qualifikation mitbringt.


Bei bestehenden Mitarbeiter*innen mit Behinderung


Und was ich noch interessanter finde, ist zu gucken in Unternehmen, die schon Menschen mit Behinderung haben, was macht das mit der, was macht es mit der Belegschaft? Was macht es mit dem Team? Wird das Team mitgenommen sozusagen? Wird der Mensch mit Behinderung oder Kolleginnen oder Kollegen mit Behinderung, wird die entsprechend mit einbezogen? Werden verschiedene Beeinträchtigungen.

Thomas Spitzer [00:08:45]:
Vielleicht ist es ja, ist es ja so, dass manche Behinderungen es mit sich bringen, dass man vielleicht doch öfter fehlt, wird das aufgefangen, wird nicht getuschelt, sondern wird das auf den Tisch gelegt und gesagt, okay, damit müssen wir aktiv umgehen. Und das versuche ich so ein bisschen mitzuhändeln.

Mechthild [00:09:05]:
Spannend.

Thomas Spitzer [00:09:05]:
Short Version.


Inklusion in der Arbeitswelt

Mechthild [00:09:07]:
Sehr viele interessante Dinge, die du schon angesprochen hast Und das mit dem Unternehmen und in Unternehmen versuchen, die Prozesse zu verändern, mache ich ja auch teilweise in meiner Arbeit. Deswegen passt es auch in gut.

Thomas Spitzer [00:09:24]:
Das ist spannend, weil man öffnet wirklich bei manchen die Augen sozusagen. Ja, so habe ich das noch nicht gesehen. Und ich bin ja auch davon überzeugt, Inklusion in der Arbeitswelt funktioniert nur von oben nach unten. Also Unternehmensführung, die muss davon überzeugt sein und zwar nicht als sozialen Aktiv, sondern ich nehme jemanden in meinen Unternehmen auf, der die entsprechende oder die die entsprechende Qualifikation hat. Das ist das Wichtige. Es ist kein Gnadenakt. Ah wir stellen ja auch Menschen mit Behinderung ein. Ich kann da gerne eine kleine Anekdote zu erzählen.

Mechthild [00:10:08]:
Sehr gerne.


Eigene Erlebnisse als „Vorzeige-Behinderter“

Thomas Spitzer [00:10:09]:
Ich habe ja in dem Ministerium, in dem ich jetzt arbeite, meine Ausbildung gemacht und es trug sich zu. Ich war dann, ich war gerade im ersten Ausbildungsjahr und die jetzt gerade verstorbene Rita Süssmuth war damals unsere Ministerin und als sie verabschiedet wurde, haben wir dann immer irgendwie eine große Begegnung gemacht mit Belegschaft und so. Sie ist verabschiedet worden und die neue, die Neue ist ins Amt eingeführt worden. Da packte mich mein Abteilungsleiter, fuhr mich vor die beiden und und das ist einer unserer Auszubildenden.


Also alles falsch gemacht letztendlich alles falsch gemacht. Das ist nicht Inklusion, aber es sei ihm verziehen. Es war 1988 da waren wir einfach noch nicht so weit. Und ich sag auch immer, dass, dass unser Haus mit mir auch ein Stück gelernt hat, was Inklusion, Weil damals, ich kann mich erinnern, es gab einen Kollegen, der blind war, der war damals auch der Schwerbehindertenvertreter.

Thomas Spitzer [00:11:22]:
Aber ansonsten, also sichtbare Behinderung gab es nicht. Natürlich aufgrund von Alter und so wahrscheinlich schon auch, aber nicht so eine sichtbare Behinderung, wie ich sie mitbringe


Interessante Projekte, die durch die eigene Behinderung entstanden sind

Mechthild [00:11:33]:
Dann ist es wahrscheinlich auch oft anstrengend, immer so der Erste zu sein und immer derjenige, der es allen erklärt. Oder wie nimmst du das für dich wahr?

Thomas Spitzer [00:11:41]:
Jawohl, ich habe es gern gemacht, weil ich natürlich auch immer gefragt war. Also als wir dann zum Beispiel in Berlin neu gebaut haben oder umgebaut hatten, dann hat man mich natürlich gefragt, dann sag mal, kannst du uns da ein bisschen unterstützen? Kannst du mal bei uns gucken, wie das ist, ob es barrierefrei genug ist? Weil natürlich sind oft die Vertrauensleute der Schwerbehinderten nicht nicht behindert. Das kommt vor. Oder sie haben eben, sind eben nicht im Rollstuhl unterwegs, was ja noch mal was anderes ist. Also ich könnte jetzt nicht eine Beratung machen, wie es ist blind zu sein oder so, aber da war das dann ganz hilfreich, dass ich dann sagen konnte, also hier, das ist ein großer Umweg, hier geht die Tür zu schwer und so. Da hat man meine Expertise dann schon sehr früh abgeholt sozusagen.

Viel im Bereich Gleichstellung gemacht

Mechthild [00:12:35]:
Ja, also auch spannende Projekte, die sich dann dadurch ergeben haben, dass du diese.

Thomas Spitzer [00:12:40]:
Ja und natürlich, also ich habe gerade als ich im Bereich Gleichstellung unterwegs war, habe ich viele Dienstreisen gemacht, sowohl im Inland als auch im Ausland, manchmal alleine, manchmal war aber eben auch mal eine Kollegin dabei und die sagte damals zu mir, durch dich habe ich erst mal gesehen, wie viel Umwege jemand machen muss, der denn diese Einschränkungen hat.


Eine eigene Offenheit dem Thema gegenüber


Du kennst das ja sicher auch, man kommt nie auf dem direkten Weg zum Bahnhof oder zum Flughafen und man muss sich vorher anmelden und dann klappt das nicht. Dann sagen sie, sind aber gar nicht angemeldet. Also es gibt ganz viele Probleme und du kommst nicht aus dem Bahnhof direkt raus, du musst noch einmal ums Haus und so. Das ist natürlich auch ein Learning für meine Kolleginnen und Kollegen gewesen letztendlich. Und was ich sehr gut fand, sie waren immer sehr offen. Also vielleicht habe ich das aber auch ausgestrahlt, dass man mir das auch sagen kann, wenn es auch ein Problem gibt oder so. Das fand ich auch immer wichtig, dass immer eine gewisse Ehrlichkeit auch da ist letztendlich.

Mechthild [00:13:51]:
Und ich finde auch das Beispiel, was du gesagt hast mit dem Gebäude, das dann direkt barrierefreier vielleicht gestaltet wurde, als wenn niemand im Rollstuhl mit dem Unternehmen gearbeitet hat. Auch gutes Beispiel für andere Unternehmen, die sich vielleicht fragen, ob sie Menschen mit Bindung einstellen sollten, weil dadurch werden ja Innovationen direkt auch barrierefreier gestaltet.


Auf Dienstreisen mit dem Rollstuhl

Thomas Spitzer [00:14:12]:
Und bei Dienstreisen, wenn ich bei irgendeiner Organisation eingeladen war oder so, dann habe ich das immer so gemacht, wenn ich die noch nicht oder wenn die mich noch nicht kannten, dann habe ich so eine Woche vorher oder so, habe ich mal angerufen, habe gesagt, ich freue mich auf unseren Termin. Im Übrigen würde ich gerne ein bisschen wissen, wie sieht das bei euch aus? Haben wir Stufen oder so, weil ich im Rollstuhl unterwegs bin.


Dann habe ich den gleich sozusagen ein Stück Befürchtungen weggenommen, sozusagen, wenn du irgendwo hinkommst und dann sagen, sie sitzen ja im Rollstuhl, um Gottes willen, aber wir haben hier 15 Stufen vor der Tür, alle sind irgendwie so ein bisschen betroffen und das habe ich immer dadurch direkt abgefedert. Und wenn eben Stufen da waren, dann haben die eben noch ein bisschen Zeit gehabt, sich vielleicht eine Alternative auszudenken, wo man sich, dass man sich irgendwo anders zusammenfindet oder so.


Das ist immer so meine Art, wie ich, wie ich damit umgehe. Also das ist ja auch so ein Thema für mich, Inklusion. Ich will da niemandem zu nahe treten, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass manche Menschen mit Behinderungen denken, ja, jetzt müssen alle was für mich tun, aber ich muss genauso auch meinen Beitrag dazu leisten, dass das funktioniert und ich muss zeigen, dass das funktioniert.


Nicht alle behinderten Menschen kennen sich

Thomas Spitzer [00:15:40]:
Also das ist das, was die Menschen mit Behinderung selber machen können in ihren Möglichkeiten natürlich ist ja sehr individuell auch das ist ja ein Thema. Behinderung ist ja nicht Behinderung. Die einen können das eine weniger, das andere mehr und umgekehrt ist es genauso. Das wird ja auch gerne gesehen. Ah, Behinderung, ich weiß nicht, ob du das kennst. Ich habe mal einen Blogartikel dazu geschrieben, der nannte sich Kennen Sie den Hans? Dass ich an der Bushaltestelle angesprochen werde. Die Leute meinen es natürlich immer positiv. Ja, kennen Sie den Hans? Sag ich, ne, woher soll ich den kennen? Ja, der sitzt auch im Rollstuhl.


Auf die Leute zugehen

Thomas Spitzer [00:16:27]:
Also wir sind alles eine Community. Wir leben wahrscheinlich auch alle noch zusammen in irgendeinem Heim. Das ist ein Phänomen. Wie gesagt, ich sag ehrlich, die Leute meinen das nicht böse, aber es ist immer noch diese Unsicherheit im Umgang und deswegen bin ich immer jemanden, der auf die Leute zugeht und das regelt. Das ist, glaube ich, das Allerbeste. Es können nicht alle, aber auch dafür bin ich Coach, dass ich Leuten dieses Positive mitgebe. Und das gilt ja nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern Menschen ohne Behinderung haben ja auch diese Unsicherheiten in sich, die man aber bearbeiten kann, wenn man das möchte.


Wie unterstützt Thomas andere Menschen mit Behinderung?

Mechthild [00:17:12]:
Ja, da wollte ich auch direkt fragen, wie du, also du hast ja einerseits erzählt, dass du mit Unternehmen arbeitest und Vertretern von Unternehmen, aber auch wahrscheinlich mit Menschen mit Behinderung, wie deine Unterstützung und ohne auch, ja, ohne auch die einfach, die meine Expertise einfach haben wollen.

Thomas Spitzer [00:17:24]:
Ja, also gerade was dieses sichere Auftreten angeht und so, die da sich ein bisschen was abholen, aber eben auch mit Menschen mit Behinderung, klar.

Mechthild [00:17:41]:
Okay. Und wie unterstützt du die oder wie ist da dein Ansatz?


Viele verschiedenen Methoden

Thomas Spitzer [00:17:44]:
Also das ist dann ein Coaching Ansatz und ich höre mir natürlich erstmal an, wo das, wo das Thema ist. Also ich, bevor wir anfangen, mache ich immer erst einen Fragebogen, wo ich sage, was führt die Menschen zu mir, was ist das Thema, womit sie mit mir arbeiten wollen, was bringen sie mit vor allen Dingen auch, ist auch noch mal ein wichtiger Punkt. Ja, dann starten wir. Und ich habe dann natürlich in meinem Methodenkasten ganz viele Übungen, die man machen kann.


Coaching über mehrere Monate


Manche wollen einfach auch nur quatschen, aber letztendlich geht es ja darum, auch auf ein Ziel hinzuarbeiten, dass die Coaches haben und sie, also ich bin nicht deren Mensch, der das Problem löst. Das müssen sie selber machen, weil ein Credo ist ja auch, du hast alles, was du brauchst, hast du in dir selbst. Du musst, ich kitzel es nur raus bringen positives Feedback. Sie kriegen dann meistens auch, also ich mache gerne langfristige Coachings, also drei Monate, das finde ich schon ganz guten Wert, weil wenn du nur einmal kommst, dann kommt nicht so viel bei rüber und sie kriegen Hausaufgaben oder Aufgaben, die sie auch zu Hause lösen können und wo sie sich selber mal beobachten können, wenn sie dann nach 14 Tagen wiederkommen, wo sie dann merken, ach, da hat sich dann doch schon ein bisschen was verändert, so arbeiten wir, Sie können mich jederzeit per WhatsApp oder was auch immer erreichen, wenn es irgendwo schwierig wird oder so.

Thomas Spitzer [00:19:26]:
Das ist das Versprechen, was ich gebe, dass ich eben für die drei Monate auf jeden Fall für sie immer ansprechbar bin.

Struktur ist ein wichtiges Thema in Coachings

Thomas Spitzer [00:19:38]:
Und Themen sind dann sowas wie sicheres Auftreten oder was Struktur manchmal, also Struktur ist auch ein großes Thema, weil eben man so viel im Kopf hat, was man irgendwie sortieren muss. Da geht es viel drum und auch konkret, also auch wenn es um Bewerbungssituationen geht oder so, wie mache ich das?
Oder Ämter ist natürlich auch so eine Geschichte, wo viele ein Thema haben, was ich nicht mache. Und das mache ich auch bei Unternehmen nicht. Ich mache jetzt keine Beratung, wie sie ihr Unternehmen barrierefreier gestalten können. Das ist nicht meine Aufgabe. Da sollen sie zum Inklusionsamt gehen. Die haben da die Expertinnen dafür, Ingenieure und weiße Kuckuck. Aber das mache ich nicht.


Wut nutzen für positive Veränderung

Thomas Spitzer [00:20:28]:
Und was ich auch nicht mache, ist Beratung hinsichtlich Fördermittel oder so. Das nicht meine Aufgabe. Die meisten wissen ja irgendwie, wo sie vielleicht Unterstützung bekommen, aber das mache ich nicht. Sondern mir geht es einfach tatsächlich nur um das Miteinander und eben sich als Mensch wieder gut zu fühlen, nicht traurig zu sein oder frustriert zu sein, weil manche haben ja auch eine gewisse Wut in sich, auch was auch wichtig ist. Wut ist ja auch ein guter Energieträger. Aber nur zu meckern reicht nicht, sage ich immer.

Mechthild [00:21:18]:
Man muss auch immer in sich selber gucken und ich glaube, das ist ein ganz guter Weg, gerade für im Bereich Inklusion, diese Wut dann wieder zu nutzen, um was zu verändern.

Thomas Spitzer [00:21:24]:
Genau, aber nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern wirklich klug und einfach auch ausdrücken zu können, was brauche ich wirklich. Das ist bei vielen vielleicht noch nicht das bei vielen nicht ausgeprägt. Also sie haben diese Wut, können aber nicht genau konkret sagen, was sie jetzt gerne daran ändern wollen. Und das ist das bisschen schade und manche bei manchen habe ich auch das Gefühl, ich will da niemandem zu nahe treten. Aber Wut, dass es irgendwie auch hilfreich ist, so immer nach vorne zu gehen und sagen alle sind böse, nur ich nicht. Ich bin der Beste. Das reicht nicht, finde ich.


Etwas mehr über NLP

Mechthild [00:22:11]:
Genau. Du hattest eben am Anfang gesagt, dass du auch aus dem NLP kommst und damit auch viel arbeitest. Willst du dazu noch mal ein bisschen was erzählen?

Thomas Spitzer [00:22:20]:
Naja, genau aus dem NLP kommt ja genau diese diese Erkenntnis, ich trage alles in mir, was ich brauche. Und deswegen ist das auch so, dass ich, es wird immer so gesagt bei NLP, die wollen die Leute umdrehen oder so. Nein, das ist gar nicht, das ist gar nicht der Sinn sozusagen von dieser Übung, sondern es geht einfach darum, Dinge zu nutzen, die vielleicht brach liegen, wo ich, wo ich bisher nicht dran gegangen bin, die ich vielleicht auch noch gar nicht kennengelernt habe. Und das das versucht NLP so ein bisschen rauszukriegen.


NLP ist ein Kommunikationsmodell


Außerdem ist es ja auch ein Kommunikationsmodell, das heißt auch wie gehe ich mit mir mit mir selber um und wie kommuniziere ich nach außen ist wenn ich jemanden, wenn ich mit jemandem im Streit bin oder in Wut bin und der anderen Seite irgendwas vorwerfe, wie viele Anteile davon stecken in mir selber zum Beispiel das zu hinterfragen. Das ist so eine Geschichte, die NLP eine wichtige Rolle spielt.
Es geht am Ende geht es immer darum, dass ich mich selber in mir selber wohlfühle sozusagen und eben mit Konflikten auch konstruktiv umgehe, wenn der Kopf zugeht, wenn ich ein Vorurteil habe und sage alle sind irgendwie böse und hassen behinderte Menschen, dann komme ich nicht weiter, sondern ich muss überlegen, wie kriege ich das hin Und dafür gibt es bestimmte Übungen, die man machen kann, einfach um zu gucken, wie man selbst besser nach außen auch kommunizieren kann. Das ist der wichtige Punkt dabei.


Arbeitet auch viel im systemischen Breich

Thomas Spitzer [00:24:13]:
Da gibt es hunderte von Möglichkeiten, aber ich mach natürlich auch viel Systemisches und ich bediene mich davon inzwischen von vielen Bereichen, die ich kennengelernt habe und ja, ich glaube das geht ganz gut.

Mechthild [00:24:31]:
Ich mache ja auch gerade eine Coaching Ausbildung, deswegen bin ich auch daran interessiert, wie andere Coaches in welchem Bereich Wir lernen auch viele verschiedene Methoden systemisch, aber wir haben auch mit NLP arbeitet und so und ja, ich finde es gut so die verschiedenen Methoden auch zu kennen.


Eine Offenheit gehört dazu

Thomas Spitzer [00:24:51]:
Ich weiß eigentlich nie oder selten, wenn jemand kommt, mit welcher Methode ich arbeite. Ich geht immer irgendwie auf ein gutes auch da ist wieder das gute Miteinander. Es geht natürlich darum, dass man einen guten Bezug zueinander hat, also sowohl die Coach als auch ich als Coach zu ihm. Das ist wichtig. Manchmal kennst du wahrscheinlich auch manchmal denkt man sich, ne mit der oder mit dem möchte ich vielleicht nicht arbeiten oder so beidseitig auch und dann trennt man sich eben wieder. Aber letztendlich gehört natürlich eine gewisse Offenheit dazu und manche Macken sollte man dann auch geflissen sich übersehen können. Aber oder auch irgendwie ich sag mal Menschen, die da nicht so zugänglich sind, die zu öffnen, das lohnt sich manchmal da dran zu bleiben einfach auch und zu gucken, woran liegt denn diese Blockade jetzt und so. Aber letztendlich sie kommen ja zu mir um Unterstützung zu bekommen und die auch haben.

Unterwegs auf Social Media

Mechthild [00:26:07]:
Ja, schön. Hast du sonst noch irgendwas, was ich jetzt noch nicht gefragt habe, was du gerne noch teilen willst.

Thomas Spitzer [00:26:17]:
Also was ich noch gerne teilen will, ist das was ich gut finde, ist, also ich bin ja auch eben auf Social Media unterwegs, das habe ich lange Zeit nur auf Instagram gemacht, ist für mich ein toter Kanal irgendwie. Ich komme mit dem Thema da nicht so gut durch. Dann irgendwann bin ich zu LinkedIn gewechselt, also ich mache Instagram immer noch.
Aber was mich da sehr freut, ist, dass ich festgestellt habe, wie viele es gibt, die mit dem Thema unterwegs sind. Das weißt du ja, wenn du im Kämmerchen bist zu Hause, weißt du das ja auch nicht. Du denkst, jeder brodelt da vor sich hin. Aber ich finde diese Vernetzung finde ich super. Ich finde die Leute, die hilfreich sind, wie dich zum Beispiel und viele, viele andere, wo man noch mal gemeinsam auch überlegen kann, wie können wir es verbessern, Weil wir sind uns glaube ich alle einig, dass viel über Inklusion geredet wird.


Auch international nach guten Beispielen für Barrierefreiheit schauen

Thomas Spitzer [00:27:23]:
Wir sind ja auch international schon unterwegs gewesen. Wir gucken immer auf andere Länder, die viel besser in der Umsetzung sind anscheinend. Und da müssen wir einfach noch stärker werden.

Bus fahren in London

Beispiel, ich war im letzten Jahr, war ich in London mehrere Tage und habe da den ÖPNV auch genutzt und dann sehe ich, dass die Bussee, die berühmten Doppeldeckerbusse, eine elektrische Rampe haben nach oben,

Mechthild [00:27:52]:
Dass man nach oben fahren kann oder überhaupt in den Bus fahren.

Thomas Spitzer [00:27:56]:
Ja, und du stehst an der Bushaltestelle, der Busfahrer sieht dich, macht die Rampe raus, also braucht gar nicht auszusteigen oder so. Niemand braucht irgendwie zu unterstützen. Die Rampe fährt raus, du fährst rein und hast du, wenn du drin bist, einen speziellen Knopf, einen grünen Knopf, den du dann drückst, wenn du wieder raus willst und dann geht das Gleiche wieder von vorne los. Total einfach.


Hier ist es immer noch, man hat immer das Gefühl, man ist auf den guten Willen des Fahrers angewiesen. Ich bin auch das eine oder andere Mal stehen gelassen worden. Auch das passiert. Warum tut man sich so schwer mit Inklusion? Also die Regeln sind ja auf dem Tisch.


Inklusion kann Innovation bedeuten

Thomas Spitzer [00:28:41]:
Also was Inklusion bedeutet, weiß ja nun jede und jeder, die sich damit beschäftigen müssen. Warum ist es immer noch so schwierig?

Mechthild [00:28:51]:
Das finde ich auch immer schick, vor allem, weil wir uns in Deutschland ja auch oft selber auf die Schulter klopfen, wie innovativ wir sind. Genau hier so eine Möglichkeit, so viele Innovationen umzusetzen.
Ausschreibungen für neue Stellen sind oft nicht inklusiv

Thomas Spitzer [00:29:04]:
Und dann noch was zu den Unternehmen. Sie sagen ja sehr gerne, ja, bei uns bewirbt sich ja keiner mit einer Behinderung. Niemand bewirbt sich. Und da sage ich denen auch, ja, das liegt vielleicht auch ein bisschen an der Art der Ausschreibung, wenn ich da nur dieses berühmte Sätzchen drunter schreibe, da fehlt vielen der Glaube, weil sie entsprechende Erfahrungen gemacht haben.


Wenn ich das ein bisschen ausweite und wenn ich nach außen hin den Eindruck vermittle, ja, wir sind auch interessiert an Menschen mit Behinderung, weil wir ein vielfältiges, ein diverses Unternehmen sein wollen, dann sieht die Sache vielleicht anders aus. Da müssen wir auch noch viel dran arbeiten, dass das besser wird, weil die Zahlen sind ja auf dem Tisch. Die Arbeitslosenquote insgesamt ist ja recht okay, aber bei Menschen mit Behinderung ist sie relativ hoch. Das ist immer noch erschreckend.

Der eigene Weg auf den ersten Arbeitsmarkt

Thomas Spitzer [00:30:07]:
Manche werden nahezu ja in die in die Rente beraten, sage ich mal so. Gehen sie mal Rente, weil sie finden sowieso keinen Job. Finde ich falsch. Also mich wollte man damals auch von der damals noch Arbeitsamt, heute Arbeitsagentur, für die war klar Berufsbildungswerk, Ausbildung. Und ich habe gesagt, nö, da habe ich keine Lust zu, weil das ist nämlich der direkte Weg in die Arbeitslosigkeit und wahrscheinlich dann auch in die Rente. Und deswegen habe ich mich da durchgesetzt und habe letztendlich gewonnen. Also das ist klar. Viele Menschen mit Behinderung sagen auch, ja, wir müssen immer kämpfen.

Wir müssen immer für unsere Rechte kämpfen

Thomas Spitzer [00:30:52]:
Das hört wahrscheinlich auch nicht auf. Also die Hoffnung kann man niemandem geben, dass man irgendwann nicht mehr kämpfen muss. Andererseits sage ich, anderen geht es ja auch nicht besser. Also auch Menschen ohne Behinderung haben haben ihr Päckchen zu tragen und müssen da irgendwie durch. Aber es könnte durchaus leichter sein, gerade weil wir gerade vom Internationalen gesprochen haben, wenn man einfach die UN Konvention, Behindertenrechtskonvention wirklich mal umsetzen würde, dann würde es einfacher werden. Mein Appell an die Tut es einfach, macht es. Andere Länder haben gezeigt, es tut auch nicht weh.


Was gibt mir dann selbst wieder Kraft?

Mechthild [00:31:33]:
Ja, und den Punkt mit dem Kämpfen finde ich auch schön. Und das ist ja auch das immer dann wieder zu gucken, was einem vielleicht selber auch Kraft gibt oder auch so wie jetzt hier unser Austausch oder das Hören von anderen Kasten unter den Austausch über Social Media oder mit Freunden vor Ort so zu merken, okay, ich bin auch nicht alleine oder ich kann mir auch Unterstützung holen über Coaches wenn ich noch mal Themen habe, so zu wissen, welche Möglichkeiten es auch gibt.

Das Internet für die Vernetzung untereinander

Thomas Spitzer [00:32:02]:
Genau, Social Media, das ganz interessant war. Also ich habe meine Master Coach Ausbildung ja lange vor Corona abgeschlossen und mein Hauptthema von meiner Arbeit war tatsächlich das Nutzen des Internets für Vernetzung, weil es eben auch viele Menschen oder viele Menschen mit Behinderung gibt, die zumindest Schwierigkeiten haben, vor die Tür zu gehen, die nicht so mobil sind. Und die können aber dann tatsächlich wunderbar das Internet nutzen, um in Austausch und auch Informationen zu sammeln, aber sich auch selber sozusagen ins Licht bringen und zu sagen, hallo, ich bin auch noch da. Das war so ein Hauptteil meiner Masterarbeit.

Mechthild [00:32:51]:
Ja, schön. Und ja, immer noch aktuell.


Coaching lieber face to face

Thomas Spitzer [00:32:54]:
Auch das immer noch aktuell, wobei ich wirklich, ich muss wirklich sagen, ich coache lieber face to face als übers Internet. Also ich glaube, ich habe dann noch mal andere Möglichkeiten. Ich war letztlich bei auch bei einem großen Unternehmen, habe dann Workshop mit jemand anderem zusammen gemacht. Das ist einfach netter, als wenn man vor der Kiste sitzt. Jetzt im April leite ich einen Workshop mit Leuten, die MS erkrankt sind. Das machen wir wieder online, geht auch alles. Aber ich finde, es muss eine gute Mischung sein, wenn es möglich ist, die persönliche Begegnung. Deswegen mache ich auch so Reisen, dass ich nach Berlin fahre.


Austausch vor Ort ist wichtig

Thomas Spitzer [00:33:44]:
Beruflich bin ich sowieso häufiger in Berlin. Aber auch, dass ich solche Sachen wie den Global Summit besuche, um auch mehr zu erfahren, auch nochmal Kontakte zu knüpfen und so. Das finde ich schon wichtig.
Mehr zu Thomas Angebot

Mechthild [00:34:01]:
Das braucht es, ja. Genau. Ich habe noch zwei Themen. Einmal, wo man mehr über dich und dein Angebot auch finden kann, wenn man denkt, ah, okay, der Thomas macht ja coole Sachen, vielleicht kann der mich auch mal unterstützen.

Thomas Spitzer [00:34:15]:
Genau, also natürlich, wie jeder, der irgendwie nach außen wirken will, habe ich natürlich auch eine Homepage gemeinsaminklusiv-thomasspitzer heißt die.

Mechthild [00:34:27]:
Okay, die verlinke ich aber auch noch mal.

Thomas Spitzer [00:34:31]:
Genau, das wäre gut. Über LinkedIn bin ich natürlich immer ansprechbar und sehr gerne ansprechbar. Ich habe auch einen Instagram Account, der könnte ein paar mehr Follower gebrauchen.

Mechthild [00:34:42]:
Ja, dann teile ich die auch noch mal hier dann in die Show Notes, dann können noch ein paar Leute.
Eigene Artikel auf dem Blog und in Zeitschriften

Thomas Spitzer [00:34:48]:
Genau, also ich weiß es nicht, woran es liegt, dass bei Instagram ich da irgendwie nicht. Wahrscheinlich bin ich zu textlastig. Das kann sein, Da muss ich, da arbeite ich gerade dran, das noch ein bisschen mehr zu aktivieren. Aber LinkedIn klappt ganz gut und da bin ich auch, wie gesagt, immer ansprechbar und für Austausch auch empfänglich sozusagen. Genau. Ich habe ein kleines, auch auf meiner Internetseite findet man auch Artikel, die ich veröffentliche, die ich in der Praxis Kommunikation veröffentlicht habe. Das ist eine Zeitschrift für Coaches und Trainerinnen und auch für Psychologinnen. Auch da habe ich jetzt inzwischen drei Artikel veröffentlicht und im April kommt der nächste.
Ein Workbook und gerne direkten Kontakt

Thomas Spitzer [00:35:44]:
Und ich habe auch ein kleines Workbook, habe ich auf der Internetseite veröffentlicht, was man sich gerne runterladen kann oder beziehungsweise als Flipbook ist das eingestellt. Das kann man gerne nutzen und wie gesagt, immer gerne auch mit mir direkt in Kontakt gehen.

Thomas eigene Selbstfürsorge

Mechthild [00:36:04]:
Ja, sehr schön. Ich verlinke das alles noch mal, dann können die Leute, die das sich jetzt anhören, auch noch mal angucken. Genau. Genau. Und meine allerletzte Frage ist, was deine eigene Selbstfürsorge ist, damit es dir auch im Alltag mit all deinen Themen und der Arbeit allem gut geht weiter langfristig oder kurzfristig?

Besuche im Theater oder der Oper

Thomas Spitzer [00:36:26]:
Das ist eine schöne Frage. Ich bin sehr kulturaffin und ich gehe sehr gerne ins Theater oder auch in die Oper. Gestern Abend war ich erst wieder und das ist so ein bisschen was, was mich fit hält sozusagen, also auch im Kopf und wo ich noch mal neue Inspirationen kriege.


Musik ist wichtig


Und Musik ist für mich sowieso ein ganz, ganz großer Anker schon in der Kindheit. Ich bin tatsächlich, muss ich sagen, im Erwachsenenalter aufgrund meiner Behinderung nicht so viel im Krankenhaus gewesen, aber in der Kindheit schon. Man hat natürlich versucht, irgendwie an mir rumzudoktern und vieles zu machen. Und da war es für mich hilfreich, wirklich immer. Ich hatte mal so ein kleines Transistorradio oder so, wo ich Musik mitgehört habe und so.

Thomas Spitzer [00:37:21]:
Und Musik hat mich wirklich immer wieder auch begleitet in unterschiedlichen Situationen. Und ich hatte es ja eben erwähnt, also wer daran interessiert ist, das mal kennenzulernen, dieses Coaching, ich mache das immer noch. Ich bewerbe das nur nicht mehr so vordergründig, aber selbstverständlich ist Musik auch immer noch Bestandteil meines Coachings.

Mechthild [00:37:48]:
Ja, okay. Das ist auch gut zu wissen für jemand, den das auch ein Thema ist vielleicht.

Thomas Spitzer [00:37:54]:
Genau.

Abschluss der Folge

Mechthild [00:37:56]:
Ja, dann vielen Dank für deine Zeit und dass du so viel mit uns geteilt hast und so viel im Austausch waren.

Thomas Spitzer [00:38:03]:
Ja, ich danke dir fürs Gespräch und noch mal für die Einladung. Finde das wichtig und finde deinen Podcast auch richtig, richtig inspirierend und spannend auch.

Mechthild [00:38:14]:
Ja, vielen Dank. Noch einen schönen Tag, sonnigen Tag heute zum Glück und bis bald. Tschüss.

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