69 – Nachhaltigkeit im Yoga – Interview mit Sophie Zepnik – Co-Gründerin von hej hej mats

Grüner Banner mit dem Logo von inklusive Achtsamkeit. Ein i und zwei Blätter, die wie ein kleines A aussehen. Daneben steht inklusive Achtsamkeit. Darunter ein Bild von Sophie Zepnik von hej hej mats. Auf grünem Text steht Nachhaltigkeit im Yoga.

In Folge 69 habe ich mit Sophie Zepnik über nachhaltige und inklusive Yoga-Praxis gesprochen.

Sophie ist eine der Gründerinnen von hej hej mats –  einem Unternehmen, das zirkuläres Yoga-Equipment entwickelt und produziert. Wir sprechen darüber, wie sie gemeinsam mit ihrer Mitgründerin die Idee zu nachhaltigen und recycelbaren Yoga-Produkten entwickelt hat und wie wichtig der geschlossene Produktkreislauf für Umwelt und Gesellschaft ist. 

Außerdem geht es darum, wie Sophie und ihr Team Yoga über YouTube und Social Media inklusiver machen: Sie drehen Yoga-Videos mit Menschen verschiedenster Hintergründe, mit und ohne Behinderung, und bieten so einen niederschwelligen Zugang zu Yoga – ob auf dem Stuhl, im Rollstuhl, in Gebärdensprache oder mit unterschiedlichen Körpern. 

Neben ihrem Herzensprojekt teilt Sophie auch ihren ganz persönlichen Weg zum Yoga, spricht über Herausforderungen als Gründerin und gibt Mut, eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Es ist eine inspirierende Folge für alle, die Nachhaltigkeit, Inklusion und Achtsamkeit miteinander verbinden möchten.

Über diese Themen sprechen wir in der Folge

  • Über Sophie Zepnik und hej hej mat
  • Nachhaltigkeit im Yoga  
  • Closed-Loop-Produkte und Recycling  
  • Gründungsgeschichte von hej hej Matten  
  • Zirkuläre Produktion in Deutschland  
  • Kooperationen mit Yoga-Studios und Hotels  
  • Inklusion im Yoga und Barrierefreiheit  
  • Yoga-Videos für alle – Diversität auf YouTube  
  • Sophies Weg zum Yoga
  • Herausforderungen und Chancen beim Gründen  
  • Netzwerken und gegenseitiger Support  
  • Sophies Selbstfürsorge-Routine

Höre dir hier direkt Folge 69 an:

Transkript dieses Beitrags:

Einleitung in Folge 69 

Mechthild [00:00:18]:

Hallo, herzlich willkommen zur Folge 69 von Inklusive Achtsamkeit – der Podcast. Ich bin Mechthild, die Gründerin von Inklusive Achtsamkeit und die Hostin von diesem Podcast. Die das Interview hier führt und die auch manchmal Solo-Folgen macht, aber heute gibt es ein Interview. Diesmal habe ich mit Sophie Zepnik gesprochen. Sie ist die Gründerin, eine der beiden Gründerinnen von hej hej Matten, eine nachhaltige und zirkuläre Yoga-Matte und andere Yoga-Produkte herzustellen, was eben auch diese Zirkularität bedeutet. 

Inklusion im Yoga

Auch über Inklusion im Yoga, da selber viele Yoga-Videos drehen für ihre Kanäle auf YouTube und auch auf Instagram, unter anderem auch mit mir vor ein paar Jahren und auch mit ganz tollen anderen Yoga-Lehrerinnen, sowohl mit als auch ohne Behinderung. Also es ist wieder eine schöne Folge geworden, wie immer eigentlich im Podcast und in den Interviews. 

Die Gespräche gefallen mir immer so gut, weil ich selber immer noch neue Impulse mitbekomme und nochmal vielleicht auch Dinge nochmal neu anschauen kann. Und das war auch heute wieder so, dass ich nochmal neue Dinge gehört habe oder nochmal von Sophie Dinge gelernt habe. Und jetzt wünsche ich dir auch viel Spaß mit der Folge, dass du vielleicht für dich auch nochmal neue Dinge mitnimmst und lernst. Dann viel Spaß beim Hören der Folge. 

Vorstellung Sophie Zepnik

Mechthild [00:02:00]:

Hallo liebe Sophie, schön, dass du dir die Zeit nimmst, hier im Podcast zu Gast zu sein. Ich fange immer so an, dass ich die Gästin einmal sich in ihren eigenen Worten vorstellen lasse, was du so machst, wer du bist und was du teilen möchtest.

Sophie Zepnik [00:02:22]:

Schön, ja cool. Hallo Mechthild, ich freue mich sehr mit dabei zu sein. Ich bin die Sophie, ich bin 32 Jahre alt und ich habe zusammen mit einer Freundin hej hej mats gegründet. Und das ist ein Unternehmen, das Closed-Loop-Yoga-Equipment fertigt. Wir haben mit der Yoga-Matte angefangen. Also eine Yoga-Matte, die aus recycelten Materialien produziert wird und am Ende auch wieder recycelbar ist. Mittlerweile haben wir aber auch viele weitere Yoga-Produkte. Wir haben Bolster, Blöcke, Gurte. Wir haben eigentlich das ganze Satelliten-Equipment einmal durch und immer mit dem Fokus, dass wir die zirkulär produzieren und auch hier in Deutschland fertigen.

Closed-Loop Produkte 

Mechthild [00:03:02]:

Cool. Das ist dieses Closed-Loop, das quasi alles nachhaltig ist und wieder in den Kreislauf zurückkommt, wenn man die Matte oder das Kissen dann nicht mehr braucht.

Sophie Zepnik [00:03:12]:

Genau. Also bei der Closed-Loop-Weise, Produkte zu produzieren, geht es einfach immer darum, dass man quasi die Produkte auch aus Materialien fertigt, die bereits, möglichst bereits auf dem Planeten vorhanden sind. Also wir arbeiten viel mit Recycling-Materialien. 

Bei unserer Yoga-Matte zum Beispiel werden die, also fertigen wir die Yoga-Matten aus Schaumstoffschnittresten, die übrig bleiben bei der Schaumstoffproduktion von Möbeln, Matratzen oder sonstigen Produkten. Daraus fertigen wir dann quasi die Produkte. 

Dann ist es aber auch bei Closed-Loop-Produkten immer super wichtig, dass es halt nicht nur die Produktion am Anfang des Lebenszyklus geht, sondern auch das Ende, weil wir nutzen ja alle irgendwie super viele Produkte und am Ende, ja, vielleicht schmeißt man sie weg oder man hat sie zu Hause rumliegen. 

Ressourcen wieder zurück in den Kreislauf bringen

Und bei der zirkulären Weise, Produkte zu fertigen und eben dann auch wieder zu recyceln, geht es halt darum, dass wir auch wirklich schauen, dass wir die Ressourcen wieder zurück in den Produktkreislauf bringen können. Sodass wir quasi unsere Produkte so designt haben, dass man die am Ende auch wieder recyceln kann. Und da bieten wir dann quasi unseren Kund*innen, also das wird von Anfang an so kommuniziert, wir sagen das schon beim Kauf den Leuten so: Hey, wenn die dann irgendwann die Matte am Ende angekommen ist, dann könnt ihr die zu uns zurückschicken und da bekommen die Leute von uns dann kostenloses DHL-Label und einen kleinen Rabattcode als Anreiz.

Sophie Zepnik [00:04:34]:

Und dann kriegen wir die Produkte zurück und können die bei uns auch wieder recyceln. Und zum Beispiel bei der Yoga Matte ist es dann eben so, dass wir den Schaum, der dann wieder recycelt wird, den können wir dann wieder für die neue Produktion von Yoga Matten oder auch von unseren Yoga-Blöcken verwenden. Das sind quasi Closed-Loop-Produkte, die wir fertigen.

Nachhaltigkeit direkt mitdenken

Mechthild [00:04:54]:

Ja, das ist richtig spannend, dass ihr auch als Unternehmen euch über diese Dinge nachdenkt und mit beschäftigt und nicht nur das Produkt verkauft, sondern auch guckt, wie es der Umwelt und den Menschen, die auch damit arbeiten und damit zufrieden sind.

Sophie Zepnik [00:05:11]:

Ja, weil auch ganz oft ist das halt so, dass andere Unternehmen, die vielleicht schon am Anfang vielleicht nutzen ein paar Recyclingmaterialien oder die denken vielleicht bei der Produktion über Nachhaltigkeit nach, aber allermeistens hört es halt wirklich dann auf und dann sind halt all die Produkte irgendwie bei uns und man muss die vielleicht im Worst Case dann einfach wegschmeißen. Und das ist halt super schade. Darum geht halt quasi so unser Ansatz an Nachhaltigkeit da nochmal drüber hinaus. Da ist es halt eben wichtig zu sagen, okay, wir bedenken am Anfang schon, wie schaut es am Ende aus? Wie können wir die zurücknehmen, die Produkte? Wie können wir die recyceln? Und das ist, würde ich sagen, das größte Merkmal, was uns von anderen Anbietern abhebt.

Mechthild [00:05:55]:

Und es ist natürlich auch im Sinne des Yogas, dass es ja auch darum Nachhaltigkeit mitgeht, wenn man Yoga als Lebensphilosophie sieht.

Sophie Zepnik [00:06:05]:

Ja, voll.

Die Entstehung von hej hej mats

Mechthild [00:06:06]:

Und wie seid ihr damals auf die Idee gekommen, Yoga-Matten herzustellen und auch dann so zirkuläre Produkte? 

Sophie Zepnik [00:06:15]:

Also meine Mitgründerin und ich, wir haben damals beide in Schweden Nachhaltigkeitsmanagement studiert und haben zu dem Zeitpunkt beide super viel Yoga gemacht. Wir haben halt aufgrund unseres Studiums uns schon auch immer so in unserem Alltag Gedanken gemacht, dass wir vielleicht möglichst nachhaltig Entscheidungen treffen. 

Eine Kunst-Ausstellung als Inspiration 

Und irgendwann waren wir dann mal in einer Kunst-Ausstellung und da hatte tatsächlich eine türkische Künstlerin ein Kunstwerk, wo sie Yogis angeprangert hat, dass viele davon ja immer denken, sie sind schon super nachhaltig und sie radeln vielleicht zur Yogaklasse oder nutzen keine Plastikflaschen, sondern haben ihre Trinkflasche dabei. Und dann aber machen die allermeisten oder ja sehr, sehr viele einfach Yoga auf einer super billigen, schädlichen Plastikmatte. Das war ein ganz beeindruckendes Kunstwerk. 

Anna und ich standen da beide irgendwie so in diesem Museum und haben das angeschaut und haben uns beide irgendwie so ein bisschen ja ertappt gefühlt, weil wir beide dann so dachten, ja okay, unsere Yoga-Matten, die haben wir irgendwie auch für 20 Euro irgendwo gekauft. Keine Ahnung, wie die gefertigt wurde, die ist bestimmt auch nicht gut. Und dann sind wir irgendwie beide da so herausgegangen und haben dann auch zu Hause gleich gesagt, okay, lass mal recherchieren, ob es irgendwie ja eine wirklich nachhaltige Yoga-Matte gibt. 

Zirkuläre Produkte sind am nachhaltigsten

Und aufgrund von unserem Studium waren wir halt mit der zirkulären Kreislaufwirtschaft vertraut und haben dann halt gesagt, okay, für uns ist eigentlich, wenn man ein neues Produkt heutzutage entwickelt oder auf den Markt bringt, dann ist es für uns am aller nachhaltigsten, wenn es halt eben zirkulär entwickelt wird. Und haben halt geschaut, okay, gibt es so was auf dem Markt, kann man das irgendwo bestellen, so eine Yogamatte, und da haben wir einfach nichts gefunden, was irgendwie unseren Nachhaltigkeitsstandard so erfüllt hat.

Masterarbeit über die zirkuläre Yoga-Matte

Sophie Zepnik [00:07:51]:

Ja, dann haben wir irgendwie gesagt, okay, lass das doch mal selbst versuchen. Und wir haben dann halt eben im Master, ja, wurden wir recht gut unterstützt. Wir konnten unsere Masterarbeit darüber schreiben. Wir haben dann da ein Stipendium bekommen. Wir waren da mit in der Gründerberatung, sodass wir da irgendwie auch einen guten Support hatten. Und dann haben wir so irgendwie angefangen und haben dann im Anschluss Crowdfunding gemacht. Und damit ging es dann los. Also, mit Crowdfunding haben wir dann unsere erste Mattenproduktion finanziert.

Langsames Wachstum der Marke 

Sophie Zepnik [00:08:19]:

Und seitdem, das war 2017, seitdem sind wir so nach und nach gewachsen, sehr, sehr, ja, schon auch langsam und nachhaltig, weil wir einfach auch keine externen Geldgeber oder Investments mit drin haben. Dadurch, ja, sind natürlich immer wieder Herausforderungen da. Dadurch geht es vielleicht nicht so schnell, aber irgendwie ist das für uns halt auch so, ja die nachhaltigste Art und Weise, so ein Unternehmen groß zu ziehen oder wachsen zu lassen. Und so machen wir das aktuell immer noch.

Kooperation mit Studios und Hotels

Mechthild [00:08:49]:

Ja, wow, das sind ja dann schon 8 Jahre, die ihr das jetzt macht. Ich sage mal, auf die Kalender gucke, die ich hier am Laptop habe. Richtig schön, dass ihr dann auch immer weiter so wachst und das auch langfristig so seht und ja auch immer wieder auch Kooperationen mit Yoga-Studios zum Beispiel habt, wo die Yoga-Matten ja dann auch sind. Zum Beispiel da im Neptunbad, wo ich ja im Köln, wo ich Yoga unterrichte, da gibt es auch eure Matten und da üben wir immer auf euren Matten und mit euren Bolster.

Sophie Zepnik [00:09:21]:

Ja, das ging auch irgendwie dann so los, dass wir am Anfang haben wir tatsächlich gar nicht so gedacht, also haben wir eher so die Produkte gedacht, dass wir die an so Endkund*innen verkaufen. Irgendwann haben uns dann halt mal Studios oder Hotels angeschrieben und auch so gefragt, hey, können wir die Produkte auch für unser Studio oder für unser Hotel haben? Und dann haben wir gesagt, ja, okay, natürlich, super gerne. 

In den Bereich reingerutscht

So sind wir immer mehr irgendwie in diesen Bereich mit reingerutscht, der natürlich super, super schön ist, weil man dann halt auch mit diesen Studios und Partnern total schöne Kooperationen schließen kann. So haben wir uns ja auch damals kennengelernt in Köln, als wir bei einem Partnerstudio geshootet haben. Dann irgendwie genau haben wir, dann hatte ich das Neptunbad als Partner. So konnte ich dich oder euch da ein bisschen vernetzen. 

Partnerschaften in ganz Europa

Das ist halt irgendwie, finde ich auch so schön, wenn man ja solche Partnerschaften schließen kann und da so deutschlandweit, aber auch wir haben Studios oder Hotels in ganz Europa eigentlich mittlerweile. Viel auch Österreich, Südtirol, wenn man halt irgendwie auch mal zu denen hinfahren kann, die kennenlernen kann und irgendwie ist es schön, weil alle so die gleichen Werte haben und allen ist Nachhaltigkeit wichtig, alle wollen irgendwie nachhaltiges Yoga-Equipment anbieten und das ist einfach sehr, sehr schön, diese Partnerschaften auch mitzuhaben.

Yoga-Videos auf YouTube

Mechthild [00:10:33]:

Ja, das finde ich auch schön. Und du hast jetzt auch angesprochen mit den Videos, weil wir haben ja vor zwei Jahren, haben wir jetzt eben nochmal überlegt, auch Yoga Videos gemacht in Köln im Studio. Zwei Videos mit mir und noch mit anderen Personen, auch mit einer gehörlosen Yogalehrerin, was ich auch richtig cool finde. Da ist meine Frage, weil ihr sowohl in Konten, also auf Social Media als auch eben auf YouTube Yoga Videos, wo man Yoga machen kann, seid ihr auch sehr inklusiv. Ihr macht auch mit vielen Menschen mit Behinderung und verschiedenen Kulturen und so in euren Videos. Deswegen wollte ich fragen, wie ihr da auch zugekommen seid, auch so inklusiv euch aufzustellen.

Inklusive Inhalte auf Social Media

Sophie Zepnik [00:11:12]:

Ja, das war uns eigentlich von Anfang an auch einfach super, super wichtig, das auch mitzudenken, weil ich finde, das gehört genauso zur Nachhaltigkeit mit dazu. Also es sind ja nicht nur so diese ökologischen Faktoren, sondern auch soziale. Und mir persönlich liegt das auch einfach super, super am Herzen, dass Yoga, dass man auch versucht, das möglichst vielen Leuten anzubieten, weil ich finde, aktuell ist das dann doch so, dass das in den meisten Studios ja nicht sehr diverse Leute sind, die da mit praktizieren. 

Diverse Yoga-Lehrer*innen zeigen

Dann war da so ein bisschen unsere Idee, okay, mit Online-Videos, also mit einem YouTube-Kanal, können wir da halt auch viele Leute erreichen. Das ist jetzt nicht nur lokal hier in Nürnberg oder in Berlin, sondern das ist halt Deutschland, EU, weltweit theoretisch, sodass wir da wirklich einen großen Hebel haben. Und dann haben wir das quasi angefangen und machen das auch eigentlich immer so, dass wir bei unseren Partnern vor Ort drehen. Also wir möchten dann da auch eben den Studios, den Hotels so eine Plattform geben, wo wir dann halt auch den Yoga-Raum bezahlen. Und dann aber eben ist es uns super wichtig, wie du schon sagst, dass wir da mit Menschen kooperieren, mit tollen Yogalehrer*innen kooperieren, die diverser sind, die verschiedenste Arten von Yoga anbieten.

Viele verschiedene Yoga-Angebote

Sophie Zepnik [00:12:19]:

Also wie du schon gesagt hast, wir haben Yoga im Rollstuhl gedreht, wir haben Blind-Yoga schon auf unserem Kanal, wir haben Yoga in Gebärdensprache, wir haben Fat-Friendly-Yoga. Also wir versuchen halt wirklich Yoga für möglichst viele Menschen mit allen möglichen Bedingungen anzubieten. Behinderung verschiedener Körper, verschiedener Hintergründe, einfach ja möglichst vielseitig. Und ich glaube, da sind wir schon auf einem richtig schönen Weg. 

Jetzt vor kurzem haben wir auch bei Instagram eben gepostet. Wir haben jetzt mittlerweile mit 4 verschiedenen Lehrerinnen gedreht, die Stuhl-Yoga oder Yoga im Sitzen anbieten. Und das ist natürlich das Wächst. Also natürlich am Anfang hat man da jetzt noch nicht die größte Ausbildung, aber mittlerweile sieht man, dass wir da schon echt richtig viele tolle Videos haben und da wird auch auf jeden Fall noch viel mit dazukommen, bestimmt in der Zukunft.

Alle zwei Wochen neue Videos

Mechthild [00:13:10]:

Ja cool, das heißt, es gibt bald neue Videos und immer wieder neue Videos auf eurem YouTube-Kanal.

Sophie Zepnik [00:13:16]:

Ja genau, also wir veröffentlichen eigentlich jede zweite Woche ein neues Video.  Jetzt planen wir dann wieder Anfang September in Berlin drehen wir wieder mit einem Partnerstudio von uns neue Videos, so dass wir auch wirklich ja eigentlich alle 2 Wochen ein neues Video rausbringen und dadurch wächst die Anzahl natürlich und gibt es mittlerweile echt schon eine richtig schöne große Auswahl für möglichst viele Menschen, aber auch für alle möglichen Bedingungen. Also mal nur eine kurze, zehnminütige Klasse oder eine längere, mal was Anstrengendes, mal was Sanftes, eine Meditation, Atemübungen. Da gibt es mittlerweile eine richtig schöne Auswahl.

Sonnengruß im Sitzen

Mechthild [00:13:52]:

Ja, das ist cool. Ich habe auch immer den Sonnengruß im Sitzen . Ich weiß gerade nicht, ob ihr ihn vorne habt, aber ich habe mit ihr auch schon im Podcast gesprochen. Von Yoga Barrierefrei.

Sophie Zepnik [00:14:05]:

Mit Katja.

Mechthild [00:14:06]:

Ja schön. Ich wusste mit K, aber weiter nicht mehr. Genau, mit ihr. Ihre Videos, sie hatte so einen Sonnengruß im Sitzen, das ist auch eine schöne Alternative für den Sonnengruß. Und das Blind-Yoga habe ich auch mal mitgemacht. Das fand sehr schön, dass so viele verschiedene Menschen da sind und man wieder andere Leute mit anderen Leuten Yoga machen kann, was man vielleicht sonst auch nicht so machen kann, weil im Studio ja dann nicht so diverse sind. Ja, total. Nicht vor Ort, weil Katja ja in Berlin zum Beispiel wohnt.

Schwierig ins Studio zu gehen 

Sophie Zepnik [00:14:45]:

Ja, oder für viele Menschen ist das ja dann vielleicht auch doch eine Barriere, ins Studio zu gehen. Entweder aus Bedingungen, weil man vielleicht im Rollstuhl sitzt oder auch weil man sich in seinem Körper nicht so wohlfühlt und jetzt vielleicht nicht in eine Klasse gehen möchte. Und dann finde ich das halt auch einfach super schön, dass man zu Hause für sich einfach in einer sicheren Umgebung Yoga praktizieren kann, aber halt eben, wie du sagst, einen super tollen Lehrer*innern von überall aus. Jetzt du bist in Köln, Katja ist in Berlin, wir haben in München, wir haben in Südtirol schon gedreht. Also das ist irgendwie richtig schön, auch dann so alle miteinander zu vernetzen.

Mechthild [00:15:20]:

Ja, das finde ich auch gut. Das finde ich echt schön, dass ihr das macht auf dem Kanal und so zur Verfügung stellt und dass man dann üben kann. Ich kann ja auch mal ein paar Videos nochmal verlinken in dem Artikel zu unserem Podcast heute. 

Auch Yoga-Lehrer*innen ohne große Plattform finden

Ja, das wäre schön. Damit man üben kann, wenn man das vielleicht auch noch nicht gehört hat oder heute zum ersten Mal hört, dass es die Möglichkeit gibt. Auf YouTube gibt es ein paar Lehrerinnen, die sehr viele Follower haben, was ja auch gut ist und die sind ja auch super, aber so kleinere Yoga-Studios oder Lehrerinnen haben da nicht so die Möglichkeit, so eine Plattform zu haben und das gebt ihr ja dann dadurch. Weil für mich war es selber ein großer Aufwand so ein hochprofessionelles Video zu drehen, wie wir zusammen gemacht haben. Deswegen war das schon was Schönes, dass ich so die Möglichkeit hatte, auch meinen Leuten mal weiterzugeben, an Leute, die sonst vielleicht nicht in Köln sind oder mit mir so üben können.

Videos erreichen viele Leute

Sophie Zepnik [00:16:22]:

Ja, total. Und was da auch immer schön ist, wir haben auch oft schon Feedback bekommen, dass irgendwie Leute die Videos immer weiter schicken oder sagen so, hey, ich kenne eine Person, die sitzt im Rollstuhl und die hat noch nie Yoga gemacht. Wir haben wirklich auch schon gehört von einer Person gehört, dass die jetzt da durch angefangen hat, Yoga zu praktizieren oder verschiedenste andere Videos, die weitergeleitet wurden. Wenn man dann irgendwie so was hört, geht mir auch immer so ein bisschen das Herz auf, weil ich halt so merke, okay, das ist halt, so erreicht man halt wirklich Leute. 

Und ja, das ist einfach super schön zu sehen, dass dann irgendwie neue Leute den Zugang zu Yoga haben, weil eigentlich genau das ist ja eigentlich Yoga und eigentlich sollte das für alle da sein und alle können ja praktizieren, weil man es einfach so vielseitig abwandeln kann und anpacken kann. Darum ist das immer schön zu hören.

Mit verschiedenen Yoga-Lehrer*innen üben 

Mechthild [00:17:09]:

Ja, das stimmt. Oft ist ja entweder im Studio oder auch in den Videos von den vielleicht größeren Yoga-Lehrern auf YouTube. Yoga-Lehrer sind dann oft sehr schnell und da kommt man vielleicht, gerade wenn man Anfänger ist und auch noch körperliche Einschränkungen hat, gar nicht mit. Und dann auch zu sehen, es gibt auch andere Möglichkeiten, Yoga zu üben. Entweder hat man Glück, dass man vielleicht schon mal in einem Studio war, wo sowas angeboten wurde oder man findet halt eben auf YouTube was. Aber es ist ja auch nicht für jede Person selbstverständlich. Deswegen ist es gut, dass es mehr Aufmerksamkeit dafür das Thema gibt.

Verschiedene Yoga-Stile

Sophie Zepnik [00:17:48]:

Ja, total. Und auch ich finde, wie du selber schon sagst, dass man dann doch mal Blind-Yoga mitmacht oder halt doch mal vielleicht auf dem Stuhl Yoga mitmacht, wenn man sonst irgendwie immer den Sonnengruß auf der Matte macht. Und dann weiß auch ich noch so, ich habe das dann auch vor ein paar Jahren zum ersten Mal auf dem Stuhl gemacht und dann merkt man halt, okay, das fühlt sich einfach super toll an, das fühlt sich nochmal ganz anders an. Wie schön ist das auch, einfach so verschiedene Seiten wieder von Yoga kennenzulernen. Das finde ich auch immer noch richtig spannend.

Für die eigene Praxis viel mitnehmen 

Mechthild [00:18:17]:

Ja, das finde ich auch schön und ich nehme dann auch was für meine eigene Praxis wieder mit oder gucke nochmal, wie ich es auch dann weitergeben kann, wenn ich selber Yoga-Lehrerin bin und werde vielleicht auch allein dadurch wieder aufmerksamer, was meine Schülerinnen auch in der Klasse brauchen, wenn ich bei euch vielleicht ein Video mache.

Sophie Zepnik [00:18:35]:

Ja, ja total.

Die nächsten Schritte von hej hej mats

Mechthild [00:18:38]:

Das ist gut. Genau, war noch eine Frage, auch so was eure weiteren Ziele und nächsten Schritte vielleicht sind, was ihr noch plant oder geplant habt?

Sophie Zepnik [00:18:53]:

Ja, also wir haben tatsächlich unsere Produkte, unser Set an Produkten, das sind jetzt mittlerweile 8 Stück. Die haben wir super, super schnell auf den Markt gebracht. Also ich glaube, innerhalb der ersten 4 Jahren oder so hatten wir die alle draußen, sodass wir dann erstmal gesagt haben, okay, jetzt müssen wir uns irgendwie fokussieren.

Fokus auf bestehende Produkte

 Das macht immer super Spaß, so Produkte zu entwickeln, aber jetzt müssen wir uns auch erstmal irgendwie darauf fokussieren, die auch wirklich zu verbreiten, weil ich glaube, mittlerweile kennen viele Leute hej hej, aber es gibt auch immer noch genug Leute, die davon noch nicht gehört haben. Und in jedes einzelne Produkt ist irgendwie so viel Arbeit, so viel Wertschätzung, so viel Liebe geflossen, sodass wir gesagt haben, okay, wir wollen das jetzt erstmal weiter verbreiten, sodass wir jetzt die letzten 2 Jahre kein neues Produkt auf den Markt gebracht haben und erstmal darauf fokussiert haben.

Neue Partnerschaften entstehen lassen

 Und da ist, glaube ich, auch nach wie vor weiterhin unser Ziel, dass wir da weiter wachsen, dass wir mehr Leuten von hej hej erzählen können, dass wir tolle neue Partnerstudios und Hotels finden. Vielleicht auch echt noch mal außerhalb von Deutschland, weil wir da eben in Deutschland, Österreich, so einen deutschsprachigen Raum schon sehr, sehr viel haben, auch aber ja in so anderen Ländern noch nicht so verbreitet sind. Das ist, würde ich sagen, so das Hauptziel. 

YouTube-Kanal weiter ausbauen 

Und gleichzeitig, wie ich auch schon gesagt habe, so auf jeden Fall den YouTube-Kanal weiter ausbauen. Also wir haben das nächste Shooting schon geplant, haben immer wieder weitere Ideen noch, weil uns das einfach auch super am Herzen liegt und da einfach ja weiter wachsen wollen, weitere Videos drehen möchten und immer noch mehr Leute Yoga ermöglichen.

Auch neue Produkt-Ideen 

Sophie Zepnik [00:20:24]:

Es gibt aber auf jeden Fall auch schon zwei, drei Ideen für neue Produkte. Aber wie gesagt, ich glaube, das hat noch ein bisschen Zeit. Erstmal fokussieren wir uns auf unseren aktuellen und dann gibt es aber bestimmt in der Zukunft in ein paar Jahren vielleicht auch noch mal ein weiteres Produkt.

Nachhaltiges Wachstum ist wichtig

Mechthild [00:20:38]:

Okay, spannend. Aber allein das Wachstum ist ja auch, also nachhaltiger Wachstum ist ja auch wichtig, dass die Marke auch bestehen bleibt und weiter bekannt wird.

Sophie Zepnik [00:20:48]:

Ja, genau. Und gerade halt ohne so Investment, ohne Geldgeber ist es halt eigentlich jedes Mal. Die neue Mattenproduktion, wir produzieren dann immer auch selbst. Also wir sind selbst mit dabei und das sind dann immer ein, zwei bis drei Tage, wo wir quasi in der Fabrik sind. Das ist halt jedes Mal einfach, auf jeden Fall auch ein großes Investment. Also wir müssen das vorfinanzieren, sprich wir müssen durch den Verkauf von unseren aktuellen Produkten die nächste Produktion wieder vorfinanzieren. Und das ist auf jeden Fall, ja, das darf man nicht unterschätzen. Das ist auf jeden Fall auch was anderes, wenn man da jetzt kein Geldgeber oder kein Investment drin hat. Darum ist das auf jeden Fall immer mal wieder auch eine Challenge.

Sophie Zepnik [00:21:27]:

Aber darum würde ich auch sagen, ist das sehr langsames, aber auf jeden Fall, würde ich sagen, nachhaltiges Wachstum.

Sophies Weg zum Yoga

Mechthild [00:21:34]:

Ja, schön. Das freut mich, dass es immer weitergeht. Aber natürlich ist es auch ein großes Risiko. Eine Frage war noch, wie du selber zu Yoga gekommen bist oder so Yoga für dich gefunden hast?

Sophie Zepnik [00:21:49]:

Ja, ich habe damals in meinem Bachelorstudium, bin ich das erste Mal mit meiner Schwester in der Yogaklasse gegangen. Und irgendwie muss ich sagen, dass ich direkt so völlig begeistert davon war, weil ich doch davor, ich war schon immer recht sportlich und habe viel Sport gemacht. Aber ich finde, bei mir war schon immer Sport auch so ein bisschen mit Wettkampf verbunden. Also ich habe früher viel Tennis gespielt, bin Ski gefahren, dann bin ich irgendwann viel gelaufen, habe vielleicht auch einen Halbmarathon trainiert und das war irgendwie immer so. 

Sport war immer mit Druck verbunden 

Sport mochte ich super gerne und ich habe es geliebt, aber trotzdem war es innerlich irgendwie immer so ein bisschen Druck da, so beim Tennis das Spiel zu gewinnen oder möglichst schnell Ski zu fahren und irgendwie fand ich das dann beim Yoga einfach so schön, dass man Sport macht oder dass man sich bewegt, aber einfach nur für sich. 

Es ist komplett egal, wie das aussieht, wie was man macht, wie man sich vielleicht, wenn man sich heute mal nicht so fit fühlt, dann einfach ja auf der Matte ganz sanfte Übungen macht und vielleicht sich dort entspannt und das hat mich direkt so richtig gepackt, auch in Verbindung mit Meditation und Atemübungen. Das kannte ich davor halt auch nicht und da habe ich direkt gemerkt, wie das meinem Körper guttut. 

In ihrer Zeit in Schweden hat sie viel Yoga praktiziert

So bin ich zum Yoga gekommen und während Schweden, auch während unserem Master, würde ich sagen, wurde das noch viel, viel intensiver, weil da auch einfach so im Winter, ja, wurde es früh dunkel und das Wetter war nicht so gut. Dann habe ich mir da irgendwie, weiß ich noch, so mein Monatsabo in einem Studio gebucht und war dann so gefühlt jeden Tag im Studio, im Yoga und habe mitgemacht und habe halt einfach so gemerkt, wie mir das zum Beispiel durch den Winter durchhilft, aber auch generell so in meinem Alltag hilft und auch jetzt nach wie vor. Ja, liebe ich auch anderen Sport, aber liebe nach wie vor Yoga so sehr, weil man halt irgendwie was für sich macht. Ich fühle mich dadurch viel ausgeglichener, viel mehr im Balance.

Sophie Zepnik [00:23:36]:

Und ja, man ist einfach so für sich ohne irgendwelche anderen Wettkämpfe oder Druck oder irgendwelche Sachen, die man so erfüllen muss.

Yoga zu Hause und im Studio

Mechthild [00:23:45]:

Schön. Und das heißt, du machst auch viel für dich, Yoga zu Hause oder gehst du auch ins Studio?

Sophie Zepnik [00:23:52]:

Beides eigentlich. Also ich bin auch viel unterwegs, sprich, wenn ich nicht in Nürnberg bin, dann mache ich auch echt viel für mich Yoga oder viel Online-Yoga. Ich liebe es aber auch total, wenn ich unterwegs bin, in neue Studios zu gehen. 

Im Urlaub neue Studios entdecken

Erst letztens waren wir in Spanien im Urlaub und dann war ich in einem kleinen Ort in einem Yoga-Studio und habe mit denen Yoga gemacht. Das finde ich auch jedes Mal super cool, in einem anderen Land Yoga mitzumachen. Vielleicht versteht man von der Sprache nur die Hälfte, aber trotzdem kennt man vielleicht irgendwie die Abfolgen ein bisschen und kann halt trotzdem mitmachen. Das finde ich auch immer richtig, richtig schön. Darum ja viel vor Ort, also wenn ich hier in Nürnberg bin, vor Ort viel auch in Studios und sonst aber auch online oder halt eben einfach in neuen Studios, in neuen Orten.

Sophie Zepnik [00:24:36]:

Das mache ich auch immer super gerne.

Mechthild [00:24:37]:

Ja, das ist auch schön, nochmal neue Erfahrungen zu sammeln. 

Neue Leute kennenlernen

Sophie Zepnik [00:24:43]:

Ja, und auch irgendwie zu sehen, wie das vielleicht in anderen Ländern dann unterschiedlich ist oder wie da Studios aussehen. Und irgendwie finde ich es auch immer schön, weil man dort auch oft Leute kennenlernt, mit denen man sich vielleicht direkt ganz gut versteht oder man danach vielleicht noch einen Kaffee trinken geht, weil man über Yoga quatscht. Das ist auch immer toll zu sehen.

Mechthild [00:25:01]:

Das ist auch eine gute Möglichkeit. Hast du sonst noch irgendwas, was ich jetzt noch nicht gefragt habe oder worüber wir noch nicht geredet haben, wo du sagst, das will ich aber noch sagen?

Mut zum Gründen

Sophie Zepnik [00:25:15]:

Ja, ich glaube, was mir auch mal noch super wichtig ist, ist auch so ein bisschen den Leuten die Angst zu nehmen zu gründen, weil ich finde, das ist super, super wichtig heutzutage auch irgendwie vielleicht so bestehende Produkte, Systeme, Verhaltensweisen so zu hinterfragen und vielleicht neu zu gestalten. 

Gerade hier in Deutschland war das bei uns schon auch oft so, dass wir vielleicht auch dadurch, dass wir zwei junge Frauen waren, immer wieder so ein bisschen kritisch begutachtet wurden oder da auch echt hart kämpfen mussten, weil uns die Leute nicht ernst genommen haben. Ich bin einfach so, so froh, dass wir damals den Schritt gegangen sind und uns getraut haben, selbstständig zu machen. Und ja, du kennst das ja auch. Und ganz viele andere Freundinnen und Freunde von mir sind auch selbstständig. 

Selbst gestalten können

Ich finde es einfach klar, es hat auch Schattenseiten, es ist auch anstrengend, aber es ist einfach irgendwie, finde ich für mich so einfach super, super wertvoll und schön, weil man halt selber gestalten kann und man kann selber Sachen verändern. Da ist jetzt kein Chef oder keine Chefin über mir, die sagt Sophie, nee, so machst du das jetzt nicht, sondern ich kann halt wirklich so entscheiden und so nachhaltig dann auch so das Unternehmen und die Produkte entwickeln. 

Sich trauen eine Idee umzusetzen 

Das ist einfach irgendwie was, was ich auch immer gerne noch so Leuten mitgebe, so von wegen, wenn man irgendwie eine Idee hat oder wenn man ja so was machen möchte, sich das einfach mal zu trauen, weil irgendwie ich denke mir immer, ja, es kann, so viel kann irgendwie nicht schiefgehen, wenn es irgendwann nicht mehr klappt, so dann sucht man sich wieder einen anderen Job, aber irgendwie sich da so da auch mutig zu sein und irgendwie das mal zu versuchen, finde ich immer richtig, richtig schön, wenn ich das bei anderen sehe.

Sophie Zepnik [00:26:49]:

Und das will ich die Leute auch mal so ein bisschen ermutigen.

Viele Netzwerk- und Austausch-Möglichkeiten

Mechthild [00:26:53]:

Ja, das ist auch eine gute Ermutigung. Und es gibt ja auch viele Netzwerk- und Austausch-Möglichkeiten, auch wenn man zum Beispiel im inklusiven Bereich gründet oder auch vielleicht im nachhaltigen Bereich ist es auch so, dass man ja auch mit Leuten, die das vielleicht schon gemacht haben, auch sich austauschen kann, vielleicht ein bisschen die Angst zu nehmen oder schon mal zu gucken, wie das auch bei anderen funktioniert und funktioniert hat.

Sich nicht alleine fühlen

Sophie Zepnik [00:27:18]:

Ja, das finde ich auch echt super wichtig, weil man dann irgendwie vielleicht auch so mal mitbekommt, okay, vielleicht die andere Person mag vielleicht eigentlich gerade ganz was anderes, aber die hatte schon ähnliche Probleme und man fühlt sich dann irgendwie nicht so alleine, weil man das, ja, kann ja schon auch mal sein, wenn man immer für sich selbstständig arbeitet, dass man nicht so viel Austausch hat. 

Und finde ich das auch immer richtig schön, wenn man sich da irgendwie vernetzt und gerade, wie du sagst, dann vielleicht im inklusiven, im nachhaltigen Bereich dann ja auch gleich wieder oft Leute hat, mit denen man sich auch irgendwie gut versteht und gerne austauscht. Das finde ich auch immer sehr wertvoll.

Sich untereinander vernetzen 

Mechthild [00:27:53]:

Ja, das finde ich auch. Und ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich auch darüber freuen, wenn mal die angefragt werden für einen Austausch oder so, dass man auch einfach mal fragen kann. Oder ich versuche sonst, wenn ich selber vielleicht nicht die Kapazität habe, aber ich weiß jemand anders aus meinem Netzwerk, wäre vielleicht eine gute Ansprechperson, auch weiterzuleiten oder so.

Das ist ja auch, finde ich auch mal wichtig, so sich untereinander auch zu vernetzen und weiterzuleiten. Oder genau wie, wenn ich eine Anfrage für Yoga bekomme oder Achtsamkeit und selber gerade viel los ist, dass ich dann auch sage, vielleicht passt die und die Person besser. Oder wenn ich Anfrage für Yoga für Gehörlose bekomme, würde ich sie halt immer auch an jemanden weiterleiten, der selber gehörlos ist, weil das auch dann authentischer ist. Ja, total. Genau.

Sophies eigene Selbstfürsorge-Routine

Mechthild [00:28:48]:

Meine allerletzte Frage ist immer, was deine eigene Selbstfürsorge ist, was du selber für dich machst, damit dir mit all deiner Arbeit und all deinen Projekten weiter gut geht.

Yoga und schwimmen gehen 

Sophie Zepnik [00:29:00]:

Ja, ich mache tatsächlich viel Yoga, aber ich würde sagen, aktuell, was mir auch gerade so richtig viel gibt, ist schwimmen zu gehen. Generell habe ich so eine richtig starke Verbindung zum Wasser und egal wo ich bin, ob da ein Fluss ist, ein Meer, ein See, ein Freibad, versuche ich mittlerweile irgendwie jede Möglichkeit zu nutzen und immer, wenn ich da irgendwo in der Nähe bin, das auch wirklich zu machen. 

Im Wasser sein gibt ihr Kraft

Und jetzt auch hier, ich war zum Beispiel heute in der Mittagspause kurz hier die Ecke in einem Hallenbad und war eine halbe Stunde schwimmen. Und irgendwie, das ist gerade so, ja, das ist einfach so irgendwie ein Element, wo ich mich so richtig lebendig und wohlfühle und was mir ganz viel Kraft gibt. Deswegen versuche ich es möglichst viel im Alltag auch zu integrieren. Ich finde, oft denken dann Leute direkt, oh, das ist jetzt aber irgendwie umständlich und das ist vielleicht aufwendig. 

Es braucht nicht viel Zeit

Aber ich finde auch so, Schwimmbad kann so schnell gehen, alleine eine Viertelstunde kurz im Wasser zu sein, zu schwimmen, gibt einem so viel und dann ist man irgendwie nach einer halben Stunde fertig oder man geht doch kurz in den See rein und wenn man auch am Anfang vielleicht denkt, oh, es ist jetzt aber kalt, danach irgendwie das Gefühl ist immer so besonders und das liebe ich so sehr, darum würde ich sagen, ist das aktuell für mich so eine Routine, die ich sehr, sehr gerne mag und versuche immer mehr auch im Alltag zu integrieren.

Abschluss der Folge 

Mechthild [00:30:13]:

Das klingt cool, eine schöne Selbstfürsorge. Ja. Ja, danke, dass du dir die Zeit genommen hast, eure Geschichte zu teilen und auch ein bisschen was zum Thema Nachhaltigkeit und Inklusion bei euch zu erzählen. Dann verlinke ich alle eure Seite und Instagram Account auch und wünsche dir einen schönen Tag.

Sophie Zepnik [00:30:37]:

Danke schön, liebe Mechthild, dir auch. Tschüss.

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